Takaaki Nakagami: Sachsenring-GP-Teilnahme fraglich

Von Günther Wiesinger
Takaaki Nakagami mit Crew-Chief Giacomo Guidotti

Takaaki Nakagami mit Crew-Chief Giacomo Guidotti

Takaaki Nakagami hat sich bei seinem Sturz beim Anbremsen der ersten Kurve in Barcelona verletzt. LCR-Honda hofft aufs eine Teilnahme beim deutschen WM-Lauf, sicher ist sie aber nicht.

Der verhängnisvolle Crash von Idemitsu-LCR-Honda-Pilot Takaaki Nakagami in der ersten Kurve des MotoGP-Rennens von Catalunya vor einer Woche hat viel Staub aufgewirbelt. Denn der Japaner verletzte sich nicht nur selbst, sondern der Sturz führte auch zu einem Bruch im linken Handgelenk von Alex Rins, dazu verringerte er die Titelchancen von Pecco Bagnaia, der beim Catalunya-GP ebenfalls in Turn 1 aus dem Rennen gerissen wurde.

Deshalb glich das MotoGP-Feld ein paar Tage lang einem Lazarett: Marc Márquez erholt sich von der Oberarm-Operation in Amerika, Nakagami und Rins landeten in Spital, und Jorge Martin ließ sich am Tag nach dem zweiten Platz in Montmeló operieren, um die Nachwirkungen seines heftigen Portugal-Crashs von 2021 zu beseitigen.

Marc Márquez wird beim GP von Deutschland wieder durch Stefan Bradl ersetzt. Ob Alex Rins wieder voll einsatzfähig sein wird, ist noch fraglich. Der dreifache MotoGP-Sieger wird sich jedenfalls am Freitag im FP1 wieder auf seine Suzuki GSX-RR schwingen.

Takaaki Nakagami, der mit dem Kopf voll gegen das drehende Hinterrad von Ducati-Werksfahrer Pecco Bagnaia geknallt war, wobei sogar das Visier seines Sturzhelms weggerissen wurde, bangt vorläufig noch um seine Teilnahme am GP von Deutschland.

«Taka erholt sich gut», berichtete LCR-Teambesitzer Lucio Cecchinello auf Anfrage von SPEEDWEEK.com. «Aber ich weiß nicht, ob er auf dem Sachsenring wieder fahren kann. Geplant ist es.»

«Ich habe keine ernsthaften Verletzungen und keine Brüche davongetragen», berichtete der 30-jährige Japaner Mitte der Woche aus dem Hospital General de Catalunya. «Ich habe jedoch eine Nacht zur Beobachtung auf der Intensivstation verbracht. Ich versuche, für das Rennen auf dem Sachsenring bereit zu sein.»

Taka postete ein Foto mit Halskrause und einem dicken Pflaster am Kinn. Suzuki-Teammanager Livio Suppo kommentierte den Beitrag: «Gute Besserung, Taka. Ich hoffe, du hast die Lektion gelernt.»

LCR-Teamchef Lucio Cecchinello hofft jetzt auf einen genesenen Nakagami beim Deutschland-GP. Denn HRC will nach den beiden WM-Läufen in Sachsen und Assen entscheiden, wie die LCR-Mannschaft 2023 besetzt wird.

Entweder geht es mit Alex Márquez (26) und Taka Nakagami (in viereinhalb MotoGP-Jahren noch ohne Podestplatz) weiter. Oder der Japaner wird durch Moto2-Aufsteiger Ai Ogura ersetzt. Der zweifache Weltmeister Alex Márquez wird auf jeden Fall zwei weitere Jahre beschäftigt. 

Fall Nakagami keinen neuen MotoGP-Vertrag erhält, würde er aller Voraussicht nach einen Platz im Honda-Superbike-Werksteam bekommen, für das jetzt die Spanier Iker Lecuona und Xavi Vierge fahren.


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