Alex Márquez (15.): Allein in andere Richtung fliegen

Von Sarah Göpfert
Mit Platz 15 in Assen endete für Alex Márquez ein weiterer GP enttäuschend. Der LCR-Honda-Pilot freut sich auf die Sommerpause und erklärt, welche Rolle Bruder Marc bei seinem Wechsel zu Gresini-Ducati spielte.

Am Sachsenring hatte Honda einen weiteren Tiefpunkt erreicht, erstmal seit 40 Jahren schaffte es kein Honda-Fahrer in die Punkte. Alex Márquez war aufgrund eines technischen Defekts ausgefallen und hatte damit seinen dritten Nuller der Saison kassiert. Auf dem TT Circuit in Assen erlebte der LCR-Honda-Fahrer erneut ein durchwachsenes Wochenende.

Von Startplatz 21 kämpfte er sich im 26-Runden-Rennen durch das Feld und sah die Zielflagge schließlich mit 25,866 sec Rückstand auf Sieger Pecco Bagnaia (Ducati) als 15. Damit lag er fünf Sekunden hinter Teamkollege Nakagami, der Zwölfter wurde. «Es war ein langes Rennen», seufzte ein erschöpfter Márquez. «Nach 15 Runden habe ich das Gefühl gehabt, dass ich aufgeben muss, denn ab da hatte ich zunehmend Probleme mit dem Grip am Hinterrad.»

In elf Rennen konnte der Moto2-Weltmeister von 2019 bislang nur 27 WM-Punkte sammeln und liegt damit vor der fünfwöchigen Sommerpause auf Gesamtrang 18. «Die Sommerpause ist für mich sehr wichtig. Ich bin momentan mental blockiert und muss während der Pause einen Neustart machen. Ich werde dafür zwei Wochen abschalten und danach wieder anfangen zu arbeiten», erklärte der 26-jährige Spanier seine Urlaubspläne.

Erleichterung schaffte ihm vor dem Grand-Prix in Assen die Gewissheit, dass seine Zukunft in der MotoGP liegt. Nach drei Jahren bei Honda, eins davon im Werksteam und zwei weitere bei LCR Honda, wechselt Márquez 2023 zu Gresini-Ducati. «Ich bin über die Entscheidung sehr glücklich, es ist eine große Chance für mich», begrüßte er den Deal. Erstmals in seiner MotoGP-Karriere wird der jüngere der Márquez-Brüder damit auf einem anderen Fabrikat als Bruder Marc sitzen. «Das ist für mich ein wichtiger Schritt», weiß Alex. «Für die Leute war es immer klar, dass beide Brüder für Honda fahren. Aber für mich ist es jetzt an der Zeit, allein in eine andere Richtung zu fliegen.»

MotoGP-Ergebnis, Assen (26. Juni):

1. Bagnaia, Ducati, 26 Rdn. in 40:25,205 min
2. Bezzecchi, Ducati, + 0,444 sec
3. Viñales, Aprilia, + 1,209
4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,585
5. Brad Binder, KTM, + 2,721
6. Miller, Ducati, + 3,045
7. Martin, Ducati, + 4,340
8. Mir, Suzuki, + 8,185
9. Oliveira, KTM, + 8,325
10. Rins, Suzuki, + 8,596
11. Bastianini, Ducati, + 9,783
12. Nakagami, Honda, + 10,617
13. Zarco, Ducati, + 14,405
14. Di Giannantonio, Ducati, + 17,681
15. Alex Márquez, Honda, + 25,866
16. Dovizioso, Yamaha, + 29,711
17. Marini, Ducati, + 30,296
18. Bradl, Honda, + 32,225
19. Gardner, KTM, + 34,947
20. Savadori, Aprilia, + 35,798
– Fernández, KTM, 8 Runden zurück
– Quartararo, Yamaha, 15 Runden zurück
– Darryn Binder, Yamaha, 18 Runden zurück
– Morbidelli, Yamaha, 18 Runden zurück

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:
1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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