Aleix Espargaró gesteht: «Zu viel Druck in Barcelona»

Von Simon Patterson
Aprilia-Star Aleix Espargaró gehört zu den Überraschungen der MotoGP-Saison 2022. Der Spanier ist konstant an der Spitze zu finden und ein ernsthafter Titelkandidat. In Barcelona ging aber einiges schief.

Es war beinahe ein perfektes Wochenende für Aleix Espargaró beim neunten Rennen der aktuellen MotoGP-Saison in Barcelona im Juni. Der Spanier erkämpfte sich am Samstag die Pole-Position auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, seine Pace fürs Rennen konnte sich sehen lassen.

Doch der Schein war trügerisch. Im Rennen lief es nicht nach Plan, Fabio Quartararo (Yamaha) war an der Spitze enteilt und Aleix Espargaró freute sich eine Runde zu früh über den zweiten Platz. «Barcelona war ein sehr schwieriges Wochenende für mich», stellte der Aprilia-Werksfahrer nun klar.

«Ich habe sehr, sehr, sehr viel Druck gespürt, weil mich alle angefeuert haben. Alle Fans aus Katalonien und Spanien. Ohne Marc Márquez halten sie zu mir und hoffen, dass ich gewinne. Es war ein sehr anstrengendes Wochenende.»

Espargaró gestand ehrlich: «Ich war vielleicht etwas zu sehr fokussiert, habe das Wochenende zu ernst genommen. Nach der Pole-Position habe ich gesagt, dass ich das Qualifying nicht genossen habe. Ich habe es nicht genossen, obwohl ich die Pole-Position geholt habe.»

«Im Rennen habe ich auch zu konservativ losgelegt, weil ich die Reifen schonen wollte», fuhr der 32-Jährige das Gespräch fort. «Wenn mich Fabio auf einer anderen Rennstrecke attackiert, dann greife ich ihn erneut an, ich werde mit ihm kämpfen. Aber in Barcelona war ich besessen vom Sieg, deshalb habe ich die Reifen sehr stark geschont. Dadurch habe ich das Rennen verloren. Am Ende wäre nicht mehr als der zweite Platz drin gewesen.»

Letztendlich wurde der Spanier Fünfter. Die Gründe sind bekannt. «Barcelona war der Beweis, dass du dich etwas entspannen musst. Du musst den Moment mehr genießen, ich war viel zu fokussiert. Ich habe nicht mal die karierte Flagge gesehen, weil ich zu fokussiert war», betonte der WM-Zweite.

MotoGP-Fahrer-WM nach 11 von 20 Grand Prix:

1. Quartararo 172 Punkte. 2. Aleix Espargaró 151. 3. Zarco 114. 4. Bagnaia 106. 5. Bastianini 105. 6. Brad Binder 93. 7. Miller 91. 8. Mir 77. 9. Rins 75. 10. Oliveira 71. 11. Martin 70. 12. Viñales 62. 13. Marc Márquez 60. 14. Bezzecchi 55. 15. Marini 52. 16. Nakagami 42. 17. Pol Espargaró 40. 18. Alex Márquez 27. 19. Morbidelli 25. 20. Di Giannantonio 18. 21. Darryn Binder 10. 22. Dovizioso 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 5.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 246 Punkte. 2. Yamaha 172. 3. Aprilia 155. 4. KTM 121. 5. Suzuki 101. 6. Honda 85.

Team-WM:

1. Aprilia Racing 213 Punkte. 2. Monster Energy Yamaha 197. 3. Ducati Lenovo Team 197. 4. Prima Pramac Racing 184. 5. Red Bull KTM Factory 164. 6. Suzuki Ecstar 152. 7. Gresini Racing 123. 8. Mooney VR46 Racing 107. 9 Repsol Honda 100. 10. LCR Honda 69. 11. WithU Yamaha RNF 20. 12. Tech3 KTM Factory 14.

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