Stefan Bradl: «Hab’ ich bei Rossi etwas gut?»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl auf der Jerez-Startgeraden

Stefan Bradl auf der Jerez-Startgeraden

Stefan Bradl hofft für Katar einen Startplatz unter den ersten fünf und will den «komischen» Jerez-Test nicht überbewerten.

Für Stefan Bradl (23) beginnt am Sonntag in Katar die zweite MotoGP-Saison bei LCR-Honda. Er wird auch 2014 im Rennstall von Lucio Cecchinello fahren, so sieht es die mit der Honda Racing Corporation im November getroffene Vereinbarung vor. Bradl schaffte zuletzt am letzten Testtag in Jerez Platz 3, es gab auch auch Rückschläge: Er stürzte in Jerez einmal am Samstag im Regen, am Sonntag im Trockenen.
 

Stefan, zwei Teststürze an zwei Tagen, das ist bei dir ungewöhnlich. Woran lag es?
Wir haben uns in Jerez an den ersten beiden Tagen mit einer kompletten Fehlentscheidung vom Set-up her abgemüht. Gut, der erste Sturz im Regen geht auf meine Kappe. Da habe ich einen Fehler gemacht. Beim zweiten war ich ein bisschen zu optimistisch. Ich habe nicht gedacht, dass ich stürze, aber mit diesem schlechten Gefühl für den Vorderreifen kam das nicht von ungefähr.

Ihr habt dann für Montag die Gewichtsverteilung geändert?

Ja, die Balance war generell völlig verkehrt. Oder sagen wir – sie war bei weitem nicht ideal.
 
Der dritte Platz am Montag war erfreulich. Du warst schneller als Márquez. Aber Pedrosa war nicht mehr da, Lorenzo hat einen Long-run gemacht. Es geht also darum, unter die ersten fünf zu kommen?

Ja, man darf nicht erwarten, dass ich in Katar im Qualifying unter die ersten drei komme. Crutchlow war in Jerez ziemlich stark, am Montag ist er sogar Gesamtbestzeit gefahren. Ihn darf man auch bei den ersten Rennen nicht aus den Augen lassen. Lorenzo hat sich am letzten Tag auf eine Rennsimulation konzentriert.
Das hat bei uns nicht geklappt, weil ich mit dem Set-up nicht zufrieden war. Für mich war die Priorität, ein Set-up zu finden, mit dem ich schnell fahren kann.
Der Jerez-Test war irgendwie komisch. Die Gripverhältnisse waren schlecht; man darf diesen Test nicht überbewerten. Wenn ich unter den ersten fünf ins Katar-Qualifying gehe, wäre es okay.

Anderseits muss es aufbauend sein, wenn ein Rossi deinen Windschatten braucht, um unter 1:40 zu fahren?

Er hat sich meinen Windschatten zunutze gemacht. Als Referenz ist das immer gut. Ich habe gewusst, dass er mir wahrscheinlich hinterherfährt. Ich habe mich aber nicht zehnmal umgedreht, sondern habe geschaut, dass ich meine beste Testzeit fahren kann. Er hat sich angehängt.
Die versprochene Pizza wird er mir wahrscheinlich nicht bezahlen. Aber vielleicht kann ich mich als Revanche mal bei ihm anhängen. Dann bin ich gespannt, ob er abdreht oder ob er sagt: ‹Jetzt lass’ ich den Bradl mal nachfahren, weil der hat bei mir noch was gut.›

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