Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Warum sich Scott Redding über Karel Abraham ärgert

Von Oliver Feldtweg
Am Dienstag schimpfte in Sepang der Brite Cal Crutchlow über die Methoden von Karel Abraham, am Mittwoch kam bei Scott Redding wegen dem Tschechen Frust auf.

Scott Redding aus dem belgischen Estrella Galicia 0,0-Marc VDS-Team kam mit seiner Factory-Honda RC213V auch beim zweiten Sepang-Test nicht wunschgemäss zurecht. Er landete auf Platz 16, wurde von zwei Open-Piloten (Barbera und Bradl) und sogar vom MotoGP-Rookie Maverick Vinales besiegt. Rückstand auf Marc Márquez; 1,580 Sekunden.

Redding legte am Mittwoch zum Abschluss des Bridgestone-Tests noch einmal 57 Runden zurück und sagte dann, er habe seine wichtigsten Ziele erreicht, auch wenn die Rundenzeit zu wünschen übrig lässt.

«Wir sind am dritten Tag 2:00,6 min gefahren, ich bin einige Male unter 2:01 geblieben», stellte 21-jährige der Moto2-Vizeweltmeister von 2013 fest. «Und ich denke, wir werden in Katar einen weiteren Schritt nach vorne machen.»

Mit seinem Honda-Markenkollegen Karel Abraham kam es in Sepang zu einer Meinungsverschiedenheit. Der Tscheche musste sich schon mehrmals vorwerfen lassen, er verfolge dauernd schnelle Fahrer. Diesmal zig er sich den Ärger von Redding zu, der immerhin 0,9 sec schneller fuhr.

«Verschont mich mit Abraham! Er ist dauernd entweder im weg oder er hängt sich in deinen Windschatten», wetterte Scott. «Wenn er auf einer schnelle Runde ist, kann es passieren, dass er das Gas zudreht, dann wartet er und wartet. Es ist dann passiert, dass ich ihm eine Runde lang wirklich deutlich gezeigt habe, dass ich ihm auch 'shit' geben und das Leben schwer machen kann. Er wollte mir dann 'shit' zurückgeben... Ich dachte mir: 'Du hast hier gar nichts zu reden, denn du klebst sonst dauernd an meinem Hinterrad.' Das war alles ein bisschen grimmig, ich wollte ihn einschüchtern. Das ist alles ärgerlich, denn bei dieser Hitze bist du ohnedies müde. Es ist unnötig, wenn man sich dann dauernd über Abraham ärgern muss, weil er dauernd irgendwo auf der Strecke lauert, um einen guten Windschatten zu erwischen. Bei mir war da wirklich ein bisschen Frust im Spiel.»

Karel Abraham hatte sich tags zuvor bereits den Unmut von Cal Crutchlow zugezogen – aus gleichem Grund.

Die Testzeiten mit Bridgestone in Sepang
Mittwoch (25. Februar), 18 Uhr Ortszeit

1. Marc Márquez (E), Honda, 1:59,115 min
2. Jorge Lorenzo (E), Yamaha, 1:59,437
3. Cal Crutchlow (GB), Honda, 1:59,658
4. Andrea Iannone (I), Ducati, 1:59,722
5. Valentino Rossi (I), Yamaha 1:59,833
6. Bradley Smith (GB), Yamaha, 1:59,883
7. Dani Pedrosa (E), Honda, 2:00,048
8. Héctor Barberá (E), Ducati, 2:00,244
9. Aleix Espargaró (Suzuki), 2:00,275
10. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 2:00,468
11. Pol Espargaró (E), Yamaha), 2:00,490
12. Danilo Petrucci (I), Ducati, 2:00,556
13. Yonny Hernandez (COL), Ducati, 2:00,603
14. Maverick Viñales (E), Suzuki, 2:00,604
15. Stefan Bradl (D), Yamaha, 2:00,685
16. Scott Redding (GB), Honda, 2:00,695
17. Nicky Hayden (USA), Honda, 2:00,813
18. Michele Pirro (I), Ducati, 2:00,875
19. Alvaró Bautista (E), Aprilia, 2:01,310
20. Mike di Meglio (F), Ducati, 2:01,487
21. Karel Abraham (CZ), Honda, 2:01,536
22. Jack Miller (AUS), Honda, 2:01,593
23. Eugene Laverty (IRL), Honda, 2:01,815
24. Loris Baz (F), Yamaha, 2:02,587
25. Alex De Angelis (RSM), ART, 2:03,300
26. Katsuyuki Nakasuga (J), Yamaha, 2:03,448
27. Marco Melandri (I), Aprilia, 2:03,569

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