Formel 1: Erster Alpine-Fahrer steht fest

Henry Jacobi (Kawasaki): «Der Crash in Moto-2 war brutal»

Von Thoralf Abgarjan
Stürze in beiden Läufen warfen Henry Jacobi (Kawasaki) in Saint Jean d'Angely weit zurück. Der Thüringer verlor den dritten Tabellenrang an Jago Geerts (Yamaha), der in Frankreich das Rennen seines Lebens fuhr.

In Saint Jean d'Angely lief es für Henry Jacobi wie verhext: Er selbst haderte mit diversen Problemen und stürzte in beiden Läufen, während gleichzeitig sein Verfolger in der WM, Jago Geerts, über sich hinaus wuchs und das beste Rennen seiner Karriere hinlegte.

Es passierte, was vor dem Grand-Prix von Frankreich kaum jemand für möglich gehalten hatte: Jacobi büßte seinen Vorsprung auf Rang 3 von immerhin 23 (!) Punkten gegenüber Jago Geerts ein und verlor den dritten WM-Rang. Er hat jetzt auf Tabellenrang 4 einen Rückstand von 7 Punkten zu Geerts.

Der 19-jährige Geerts sammelte in Frankreich satte 47 Punkte, Jacobi 17. Der Belgier holte damit 30 Punkte an nur einem Tag auf.

Dabei begann das Wochenende für Jacobi mit dem Qualifikationsrennen durchaus verheißungsvoll: «Ich hatte ein sehr leichtes Rennen», erklärt der Thüringer. «Mein Start war gut und ich qualifizierte mich auf Rang 3 direkt hinter Jorge Prado und Jago Geerts

Jacobi haderte dann in den Wertungsläufen bereits mit den Starts: «Das Startgatter fiel merkwürdig, ich weiß noch nicht einmal, warum. Aber ich befürchtete, dass ich gegen das Gatter fahre.»

Genau das passierte selbst dem routinierten Antonio Cairoli im zweiten MXGP-Rennen - gemeinsam mit einigen anderen Piloten, die am Startgatter hängenblieben.

«Im ersten Lauf lag ich auf Platz 5 als ich einen kleinen Sturz hatte und dadurch bis auf Rang 8 zurückfiel. Das war natürlich nicht das Ergebnis, das ich erhoffte.»

Im zweiten Durchgang lief es dann noch schlechter: «Ich lag hinter meinem Teamkollegen Adam Sterry, verlor aber die Kontrolle über mein Bike und stürzte - diesmal aber richtig hart an einem weiten Bergabsprung.»

Zum Glück zog er sich dabei keine schwereren Verletzungen zu und konnte immerhin weiterfahren. Als Jacobi jedoch sein Bike am Hang aufhob, stand er entgegen der Fahrtrichtung und musste sein Bike zunächst mitten auf der Fahrbahn umdrehen. «Ich habe dabei sehr viel Zeit liegengelassen und setzte das Rennen außerhalb der Punkteränge fort. Ich fuhr dann noch auf P17 vor. Das heutige Ergebnis ist ein herber Rückschlag für die Meisterschaft.»


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