HRC-Boss Gariboldi ätzt gegen KTM-Stallorder

Von Thoralf Abgarjan
Die KTM-Stallorder zugunsten von Jeffrey Herlings sorgt besonders bei den Mitbewerbern für Aufregung. HRC Teambesitzer Giacomo Gariboldi äußerte sich über die sozialen Medien mit drastischen Worten.

Dass die KTM-Stallorder von Arco-3 bei den Mitbewerbern nicht gut ankommt, war zu erwarten. Die abwertenden Kommentare der Konkurrenz ließen auch nicht lange auf sich warten. Jetzt geht die Fehde also auch neben der Strecke weiter.

HRC Teambesitzer Giacomo Gariboldi äußerte sich in den sozialen Medien. «Du [Anm.: Tim Gajser] gewinnst deine Rennen alleine. Du brauchst keine Teamkollegen, die dich vorbeilassen, weil du stärker bist als die anderen. Die Unterstützung kommt von uns, wenn wir dich von der Box aus anfeuern», teilte er via Instagram mit.

Der nächste Satz lässt allerdings Spielraum für Interpretationen: «Im nächsten Rennen wirst du nicht mehr allein sein.»

Was genau Gariboldi damit meint, ließ er offen. Tatsache ist aber, dass HRC seit Anfang der Saison nur mit einem Einsatzfahrer in der MXGP unterwegs ist. Jordi Tixier sollte ohne Gage das Bike des verletzten Mitchell Evans übernehmen. Der Franzose ließ HRC abblitzen.

Honda hat kein vergleichbares Aufgebot wie das Team Herlings, Prado und Cairoli. Wen außer Gajser könnten sie also ins Rennen schicken, um Herlings in den letzten beiden Rennen Punkte wegzunehmen?

Vier KTM-Piloten rangieren nach 16 WM-Läufen unter den Top-10: Herlings/P3, Prado/P4, Cairoli/P6 und Lupino/P9. Dazu kommen die beiden KTM-Ableger GASGAS und Husqvarna von Jonass/P8 und Olsen/P10. Kawasaki, Honda und Yamaha haben genau einen Fahrer in den Top-10 der MXGP: Febvre, Gajser und Seewer.

Wenn die Aufregung der Konkurrenz auch verständlich ist, sollten die Kritiker der KTM-Stallorder bedenken: Es war Febvres Kawasaki-Teamkollege Ivo Monticelli, der Herlings in Oss in den Rücken sprang und ihn dabei schwer verletzte.

Bis zum zweiten Lauf von Arco-3 war bei KTM keinerlei Teamorder erkennbar. Das genaue Gegenteil war der Fall. Prado wehrte seinen Teamkollegen Herlings immer wieder mit allen Mitteln ab – nicht nur in Arco, sondern auch im Talkessel, als er Herlings bei der Zieldurchfahrt abschoss und sich Herlings dabei sogar den Fuß verletzte.

Ergebnis Grand-Prix Of Garda:

1. Jeremy Seewer (CH), Yamaha, 1-2
2. Tim Gajser (SLO), Honda, 4-1
3. Romain Febvre (F), Kawasaki, 2-3
4. Jeffrey Herlings (NL), KTM, 3-4
5. Antonio Cairoli (I), KTM, 5-5
6. Jorge Prado (E), KTM, 7-6

WM-Stand nach WM-Runde 16 von 18:

1. Romain Febvre (F), Kawasaki, 614
2. Tim Gajser (SLO), Honda, 613, (-1)
3. Jeffrey Herlings (NL), KTM, 611, (-3)
4. Jorge Prado (E), KTM, 502, (-112)
5. Jeremy Seewer (CH), Yamaha, 498, (-116)
6. Antonio Cairoli (I), KTM, 496, (-118)

 

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