Go Eleven Ducati: Jahre der Entbehrungen sind vorbei

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Go Eleven-Boss Gianni Ramello - im Hintergrund sein alter und neuer Fahrer

Go Eleven-Boss Gianni Ramello - im Hintergrund sein alter und neuer Fahrer

Das ist kein schlechter Deal: GoEleven Ducati verlor mit Michael Rinaldi zwar einen guten Piloten, bekam mit Chaz Davies aber einen sehr guten zurück. Die Stimmung von Teamchef Gianni Ramello ist prächtig.

Go Eleven ist schon lange im Paddock der seriennahen Weltmeisterschaft. Zu seiner Blütezeit kämpfte das Team als Sterilgarda Ducati mit Max Biaggi und Ruxen Xaus um Podestplätze. Es folgten schwierige Jahre, in denen Teamchef Gianni Ramello sogar um den Fortbestand seines Lebenswerk fürchtete. Unvergessen 2018 sein Brandbrief, in dem er das Regelwerk der Superbike-WM anprangerte.

In der Superbike-WM 2020 sorgte dann aber Michael Rinaldi für den ersten Sieg für Go Eleven. Dass Ducati den jungen Italiener für 2021 deshalb ins Aruba.it-Werksteam beförderte, war die Kehrseite der Medaille. Doch seit Montag wissen wir: Go Eleven bekommt mit Chaz Davies einen der erfolgreichsten Piloten der vergangenen Jahre, mit dem das Kundenteam einen weiteren Schritt nach vorne machen kann.

«Ich habe [in der Corona-Pause] ein Buch geschrieben – ein Buch über mein Leben und meine Träume in der Superbike-WM. Meine Träume rankten sich immer auch um Chaz», sagte Ramello. «Er ist einer dieser Fahrer, weshalb man diesen Sport lieben muss. Nun kommt alles zusammen und krönt die vielen Jahre, in denen wir Opfer brachten und viel Engagement und Leidenschaft investierten.»

Ramello weiß: Mit dem 32-fachen Laufsieger im Team gibt es keine Ausreden. Versagt Davies, wird jeder auf Go Eleven zeigen.

«Es wird sicherlich ein arbeitsreiches Jahr», ist sich der Italiener bewusst. «Wir müssen unser Bestes geben, um Chaz immer das oberste Treppchen zu ermöglichen. Wir freuen uns extrem, sind uns aber auch darüber bewusst, dass wir nun einen Piloten mit einem sehr hohen Renommeé im Team haben. Jetzt dürfen wir niemanden enttäuschen und müssen mit maximaler Anstrengung für die kommende Saison arbeiten. Sie soll großartig werden.»


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