Warum Alex Lowes (Kawasaki) nicht auf Zeitenjagd ging
Kawasaki-Ass Alex Lowes agierte beim offiziellen Test der Superbike-WM in Barcelona unauffällig. Als die meisten seiner Kollegen am Donnerstag auf Zeitenjagd gingen, hatte der Engländer bereits Feierabend gemacht.
Zwölfter am Mittwoch, Siebter am Donnerstag – für Alex Lowes steht am Ende des zweitägigen Barcelona-Tests eine persönlich schnellste Runde von 1:41,195 min zu Buche, was einen Rückstand auf die Testbestzeit seines Teamkollegen Jonathan Rea von 0,9 sec bedeutet.
Vergleichbar sind die Rundenzeiten der beiden Kawasaki-Piloten nicht, denn sie wurden zu verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen Reifen gefahren. Und als die Streckenbedingungen am Donnerstag besser waren, hatte sich der 30-Jährige bereits seiner Lederkombi entledigt.
"Wir haben den Test etwas früher beendet, auf die Zeitenjagd habe ich dieses Mal verzichtet. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem Test – meine Pace im Renntrimm ist ziemlich gut", hielt Lowes gegenüber SPEEDWEEK.com fest. "Mit der ZX-10RR haben wir auch Fortschritte gemacht. Der stärkere Motor und die Änderungen am Chassis, zum Beispiel die Schwinge, wirken sich positiv aus. Am Kurveneingang verhält sich das Bike besser und vermittelt mir mehr Vertrauen. Das ist gut, wenn eine Strecke etwas rutschiger ist. Mit den Rennreifen bin ich mittlere 1:41er-Zeiten gefahren. Ich glaube nicht, dass ich das mit unserem letztjährigen Bike hinbekommen hätte."
Noch immer behindert Lowes die Schulterverletzung, die sich der Kawasaki-Pilot im Februar bei einem Sturz beim Flat-Track-Training zugezogen hat.
"Am Mittwoch sind uns schöne Fortschritte gelungen, meine Schulter hat sich aber richtig schlecht angefühlt. Diese Strecke hat so viel heftige Richtungswechsel. Deshalb haben wir auch früher eingepackt", erklärte Lowes. "Es wäre nicht sinnvoll gewesen, der Schulter noch mehr zuzumuten. Warum auch, bis zum ersten Rennen haben wir noch reichlich Zeit. Die Schulterverletzung hat meine Vorbereitung nicht leichter gemacht. Dass ich hier viele Runden fahren konnte, schnell und bei der Musik war, ist sehr positiv für mich und das Team. Wenn wir in sechs Wochen das erste Rennen fahren, wird die Schulter mir keine Probleme mehr machen."
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