Alvaro Bautista (7./Honda): «Kämpfen mit Elektronik»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Die Honda-Piloten kommen bisher nicht in Schwung

Die Honda-Piloten kommen bisher nicht in Schwung

Mit den Plätzen 7 und 10 am ersten Trainingstag der Superbike-WM 2021 in Misano treten die Honda-Piloten Álvaro Bautista und Leon Haslam weiterhin auf der Stelle. Die Elektronik entpuppt sich als Dauerbaustelle.

Dass Honda in diesem Jahr um den Titel mitfahren kann, glaubt nach nur zwei Meetings der Superbike-WM 2021 niemand mehr – Aushängeschild Alvaro Bautista liegt bereits 85 WM-Punkte hinter Leader Jonathan Rea (Kawasaki).

Jedes Meeting birgt aber die Chance, der Spitze ein wenig näher zu kommen. In Misano bedeutet das am ersten Trainingstag Platz 7 mit 0,9 sec Rückstand – aber innerhalb nur 0,5 sec folgen dem Spanier fünf Gegner!

«Mit jedem Meeting scheint das Niveau zu steigen und die Rundenzeiten zwischen den Fahrern und Herstellern nähern sich immer mehr an», stöhnt der 36-Jährige aus Talavera. «Wir hatten einen positiven Tag, trotz eines kleinen Crashs ganz am Ende vom zweiten Training. Wir haben einige neue Pirelli-Reifen ausprobiert und ich bin mit dem Gefühl zufrieden. Das ist gut so, denn wir haben noch mehr Raum für Verbesserungen. Dafür müssen wir das Motorrad etwas weniger aggressiv machen, mit einem besser balancierten Setup.»

Immer wieder zeigte Bautista mit der Honda CBR1000RR-R eine ermutigende Performance, doch der Spanier musste dafür das Limit ausreizen und stürzte mehrmals. So wie beim Debüt der neuen Fireblade ist auch in der Superbike-WM 2021 die Elektronik eines der Hauptprobleme, mit dem sich die Honda-Piloten herumschlagen und was regelmäßige Top-Ergebnisse verhindert.

«Wir haben bereits von einer Session zur nächsten einen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben die Stabilität des Bikes verbessert und die Wheelie-Neigung reduziert», hielt Bautista fest. «Auf der anderen Seite müssen wir uns mehr mit den Settings der Elektronik beschäftigen, weil wir Nachmittag damit arg zu kämpfen hatten. Mit den Daten von heute werden wir versuchen, es für Samstag zu verbessern. Ich glaube, wir sind bereits wettbewerbsfähiger als in Estoril.»

Platz 10 der kombinierten Zeitenliste ist etwas, was Teamkollegen Leon Haslam nicht zufriedenstellen kann. Der Engländer stand 2019 mit Kawasaki in beiden Rennen als Dritter auf dem Podium und brachte auch 2015 die Aprilia im zweiten Lauf auf Platz 3 ins Ziel.

«Wir haben unsere Rundenzeit am Ende der Session leicht verbessert, aber ich bin nicht wirklich zufrieden», grummelte Haslam. «Am Vormittag war sehr zuversichtlich, nachdem ich meine schnellste Runde in der allerletzten Runde gefahren war. Definitiv wollte ich im zweiten Training ein viel besseres Ergebnis erreichen, was meiner Meinung auch in Reichweite war. Stattdessen waren wir wegen ein paar Probleme nicht in der Lage, den gewünschten Schritt zu tun. Ich habe das Gefühl, dass wir eine gute Gelegenheit vertan haben. Jetzt müssen wir uns neu formieren und bereit sein, diesen Schritt morgen zu machen.»


Ergebnis Superbike-WM, Misano, kombiniert FP1/FP2
Pos Fahrer Motorrad FP1 FP2
1. Michael Rinaldi Ducati 1:34,902 1:34,334 min
2. Alex Lowes Kawasaki 1:35,914 1:34,628
3. Toprak Razgatlioglu Yamaha 1:34,848 1:34,909
4. Jonathan Rea Kawasaki 1:35,789 1:34,848
5. Garrett Gerloff Yamaha 1:34,923 1:35,396
6. Scott Redding Ducati 1:35,985 1:35,076
7. Alvaro Bautista Honda 1:35,809 1:35,202
8. Tom Sykes BMW 1:36,231 1:35,232
9. Axel Bassani Ducati 1:35,549 1:35,287
10. Leon Haslam Honda 1:35,733 1:35,328
11. Lucas Mahias Kawasaki 1:36,168 1:35,383
12. Chaz Davies Ducati 1:35,391 1:35,531
13. Tito Rabat Ducati 1:35,651 1:35,614
14. Michael vd Mark BMW 1:35,831 1:35,896
15. Eugene Laverty BMW 1:36,883 1:35,927
16. Jonas Folger BMW 1:36,409 1:36,010
17. Kohta Nozane Yamaha 1:36,288 1:36,044
18. Andrea Locatelli Yamaha 1:36,418 1:36,182
19. Isaac Vinales Kawasaki 1:36,914 1:36,340
20. Christophe Ponsson Yamaha 1:37,305 1:36,966
21. Samuele Cavalieri Kawasaki 1:38,411 1:37,211
22. Loris Cresson Kawasaki 1:39,881 1:39,235

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