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Die Anreise zum Meeting der Superbike-WM 2021 in Misano hätte sich Chaz Davies sparen können. Mit null Punkten aus drei Rennen war das Heimrennen seines Ducati-Teams Go Eleven ein Reinfall erster Güte.
Es kann so schnell gehen im Motorsport: Beim Meeting in Estoril jubelten Chaz Davies und sein Go Eleven-Team über den ersten gemeinsamen Podestplatz und lagen sich in den Armen. In Misano trösteten sie sich, weil aus drei Rennen rein gar nichts heraussprang. Nach zwei Stürzen im ersten Lauf und im Superpole-Race warf er im zweiten Rennen mit Schmerzen in der Schulter das Handtuch. Ein Desaster.
Das Unglück nahm bereits am Freitag seinen Anfang. Platz 16 in den freien Trainings, Startplatz 10 in der Superpole war ebenfalls nicht die beste Ausgangsposition für die ersten beiden Rennen. Davies lag im ersten Lauf auf Platz 7 hinter BMW-Pilot Tom Sykes, als er in Runde 12 in Kurve 4 stürzte.
"Zuerst lief es eigentlich ganz ok, dann entstanden aber Vibrationen und ich bekam in einigen Bereichen Probleme", erklärte der Waliser. "Ich habe versucht, irgendwie damit klarzukommen, muss aber zugeben, dass mir das nicht gelungen ist. Also versuchte ich eine gute Pace zu fahren, als ich stürzte. Mehr als über den Sturz bin ich über das fehlende Gefühl zum Bike enttäuscht."
Zu diesem Zeitpunkt ahnte Davies noch nicht, dass es am Rennsonntag noch schlimmer kommen würde. Beim Sturz im Superpole-Race schlug der mehrfache Vizeweltmeister hart auf die rechte Schulter und den rechten Arm. Der Crash in Runde 1 geht auf seine Kappe.
"Mein Start war gut. Ich fuhr von Kurve 1 in Kurve 2 innen und habe nicht damit gerechnet, dass Mahias so stark verzögern würde. Ich erwischte sein Hinterrad, stürzte und landete sehr hart auf meiner Schulter", schilderte Davies. "Mir war klar, dass das zweite Rennen sehr hart wird. In Rechtskurven, und davon gibt es in Misano einige, hatte ich keine Kraft. Als die Schmerzen nach ein paar Runden immer stärker wurden und ich immer weniger Kontrolle über das Bike hatte, machte das Weitermachen keinen Sinn."
Etwas wehmütig wird Go Eleven verfolgt haben, wie der Vorgänger von Davies, Ducati-Werkspilot Michael Rinaldi, in Misano zwei Siege und einen zweiten Platz einfuhr. Solche Ergebnisse hatte man sich vom 34-jährigen Davies erhofft.
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