Andrea Locatelli kritisiert: Yamaha stehen geblieben
Yamaha-Star Toprak Razgatlioglu sorgte am Freitag in San Juan für die Bestzeit, Pata-Teamkollege Andrea Locatelli schlug sich als Fünfter beachtlich. Doch an seine Leistungen in der Superbike-WM 2021 kommt er nicht ran.
Als Supersport-Weltmeister von 2020 stieg Andrea Locatelli im Vorjahr in die Superbike-Klasse auf und verblüffte als Rookie mit vier Podestplätzen und WM-Rang 4.
Nach 27 Rennen in diesem Jahr hat der 26-Jährige erst einen Podestplatz auf der Habenseite (Zweiter in Lauf 2 in Assen), in der Gesamtwertung liegt er vor den Läufen in Argentinien an diesem Wochenende auf Platz 5.
Auf dieser Position fand sich Locatelli auch in der kombinierten Zeitenliste aus FP1 und FP2 am Freitag. Zur
"Nach Most und Donington habe ich mich im Team dafür stark gemacht, einige Dinge anders anzugehen und Lösungen zu finden", erzählte Locatelli SPEEDWEEK.com im Fahrerlager des Autodromo Villicum. "Seither konnten wir uns etwas steigern und mein Gefühl wird besser, deshalb wurden wir etwas stärker. Gesamt betrachtet ist das aber aus verschiedenen Gründen ein schwieriges Jahr für mich. Alle Hersteller haben sich verbessert und ich habe auch versucht, an mir zu arbeiten. Zum Beispiel in Portimao habe ich mich gegenüber letztem Jahr um eine Sekunde gesteigert, das ist nicht so schlecht. Ich kann nicht einfach zwei Sekunden schneller fahren. Also muss ich an mir arbeiten, lernen, mich verbessern und mich auf nächstes Jahr vorbereiten."
Dem Yamaha-Werksfahrer ist nach zwei hervorragenden Jahren nicht gänzlich klar, weshalb er in dieser Saison stagniert. "Die Klasse ist hart", betonte Locatelli. "Und letztes Jahr war es so, dass die Yamaha etwas hatte, das die anderen Bikes nicht hatten. Redding und Rinaldi haben auf der Ducati entweder gewonnen oder viele Punkte verloren. Rea war mit der Kawasaki über dem Limit und ist oft gestürzt, das sah man bei ihm davor nie. Meinem Gefühl nach ist unser Motorrad heute das gleiche wie letztes Jahr. Damals war das ein sehr gutes Bike und wir haben das Feld angeführt. Dann haben aber alle anderen zugelegt – auch für Toprak ist es dieses Jahr schwieriger. Gleichzeitig ist er aber sehr schnell, es nicht leicht, dasselbe wie er zu zeigen. Toprak hat ein unglaubliches Gefühl für das Motorrad – und deutlich mehr Erfahrung als ich. Wir müssen an der Yamaha etwas finden, das mir dabei hilft, sie schneller zu fahren."
Nach drei Jahren in der Moto2-Klasse und einer Saison Supersport glaubt Locatelli, dass er den Wechsel auf das Superbike noch nicht final bewältigt hat. "Das ist meine zweite Saison, ich habe nicht viel Erfahrung auf dem Superbike", bemerkte Andrea. "Ich muss die R6 und die anderen kleinen Motorräder vergessen und weiter an mir arbeiten. Gut ist: Wenn ich heute an die Rennstrecke komme und auf mein Motorrad steige, dann fühlt es sich wie mein Bike an. Letztes Jahr war das schwierig und in der ersten Saisonhälfte dieses Jahr manchmal nicht einfach."
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