Alvaro Bautista: «Warum sollte ich nicht so leben?»
Obwohl er mit 38 Jahren der älteste Fahrer im Feld der Superbike-WM 2023 ist, strotzt Alvaro Bautista nur so vor Elan und Fitness. Doch ihm ist bewusst, dass das nicht ewig so weitergeht.
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Nach neun Jahren in der MotoGP-Klasse wechselte Alvaro Bautista 2019 in die Superbike-WM. Seine Statistik mit Ducati ist atemraubend: In 84 Rennen stand er 66 Mal auf dem Podium, 43 Mal als Sieger. Er hat also eine Siegquote von über 50 Prozent! Die beiden Honda-Jahre 2020 und 2021 würde der Spanier am liebsten vergessen, denn mit der Fireblade gelangen ihm nur drei dritte Plätze.
Mit 38 Jahren ist WM-Leader Bautista der Älteste im Feld, körperlich und mental aber stärker als je zuvor. Sein Manager Simone Battistella meinte nach seinem Dreifachsieg in Barcelona, in dieser Form könne er noch zehn Jahre fahren. "Das hätte er gerne", grinste Alvaro. "Momentan fühle ich mich sehr gut und sehr stark. Das ist eine der besten Phasen meiner Karriere und ich will dieses Gefühl behalten. Ich mag es, zu Hause zu trainieren und mich vorzubereiten – körperlich und geistig. Im Moment liebe ich es – weil ich ein besserer Fahrer werden will. Aber es wird der Tag kommen, an dem ich sage, dass ich das nicht mehr will."
Mit wieviel Hingabe Bautista bei der Sache ist, erlebten wir 2022 nach seinem Titelgewinn in Indonesien: Am Montagmorgen um 7 Uhr war im Hotel bereits wieder beim Training. Nach seinem Barcelona-Triumph war es nicht anders. "Wir haben ein bisschen in der Box gefeiert, dann bin ich die sechs Stunden mit dem Auto heim nach Talavera gefahren", erzählte der 43-fache Laufsieger SPEEDWEEK.com. "Mitternacht war ich zuhause, um 6.30 Uhr bin ich aufgestanden und zum Training. Das ist mein Job. Und ich mache ihn, weil ich ihn liebe. Es ist nicht so, dass ich mich zum Aufstehen zwingen muss. Nein, ich mag es, aufzustehen. Ich fühle mich gut so, also weshalb sollte ich nicht so leben?"
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