Alvaro Bautista in Imola: Wieviel Risiko geht er ein?
Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista (Ducati) sagt, dass er in Imola eine andere Herangehensweise als auf modernen Rennstrecken hat. «Doch zuerst brauche ich ein gutes Gefühl», meinte er nach Platz 8 am Freitag.
16 der bislang 18 Rennen hat Alvaro Bautista gewonnen, lediglich in den Sprintrennen in Mandalika (Sturz) und Donington Park (2.) unterlag er Toprak Razgatlioglu auf der Yamaha.
In Donington war der Spanier für viele Experten nicht Favorit, und doch gewann er beide Hauptrennen in überragender Manier.
In Imola wird ebenfalls anderen Fahrern mehr zugetraut. Doch es würde kaum jemanden überraschen, wenn Bautista erneut groß aufgeigt – obwohl die Maximaldrehzahl seiner Ducati V4R vor den Rennen in Italien zum zweiten Mal in dieser Saison um 250/min reduziert wurde.
"Ich bin erst einmal in Imola gefahren und habe entsprechend kaum Referenzen", erzählte der Weltmeister. "Das ist schon vier Jahre her und das ist keine einfache Strecke, weil es einige blinde Kurven gibt. Ich hatte nicht das beste Gefühl für das Motorrad, es bewegte sich stark und war instabil. Bislang fuhr ich die ganze Saison mit einer sehr ähnlichen Abstimmung, hier müssen wir wohl etwas anderes versuchen. Mein Gefühl war nicht so gut wie sonst, aber meine Pace war nicht so schlecht."
Bautista landete in der kombinierten Zeitenliste der beiden freien Trainings auf Platz 8, eine gute halbe Sekunde hinter seinem Aruba-Teamkollegen Michael Rinaldi,
"Richtig pushen kann ich erst, wenn ich mein gutes Gefühl zurückhabe", meinte Alvaro beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Ich habe in jeder Session nur einen Satz Reifen benützt und an der Rennpace gearbeitet. In Imola bekommen viele Fahrer eine schnelle Runde hin, weil viel davon abhängt, wie viel du riskierst. Aber 19 Runden in der Hitze schnell fahren, ist etwas anderes. Da musst du das richtige Mittel finden zwischen nicht zu viel riskieren und trotzdem schnell sein."
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