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Andrea Iannone: Die Wut ist noch nicht verraucht

Comeback-Mann Andrea Iannone zeigte nach seinem phänomenalen Superbike-Debüt beim WM-Start in Australien auch beim Barcelona-Test starke Leistungen. Mit dem Team Go Eleven Ducati wurde der Italiener Vierter.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt


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Viel schneller als von allen erwartet oder erhofft hat sich Andrea Iannone in der Superbike-WM unter den Besten etabliert. Beim WM-Auftakt in Australien wurde der Italiener nach vier Jahren Dopingsperre sensationell Dritter im ersten und Vierter im zweiten Hauptrennen. Das Superpole-Race hätte er womöglich gewonnen, wäre ihm nicht der Griffgummi vom Lenkerstummel gerutscht. Gesamt eroberte der 34-Jährige 29 Zähler und liegt damit vor dem Europa-Auftakt in Barcelona (22.–24. März) punktgleich mit dem Dritten Andrea Locatelli (Pata Yamaha) auf WM-Rang 4.

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Vierter wurde Iannone auch im zweitägigen Test auf dem Circuit de Catalunya. In der kombinierten Zeitenliste vom Donnerstag und Freitag verliert der Go-Eleven-Ducati-Pilot 0,490 sec auf seinen wieder einmal grandiosen Markenkollegen Nicolo Bulega aus dem Aruba-Werksteam, wie Andrea ein Neuling in dieser Klasse.

In Australien hatte Iannone angemerkt, dass er Probleme mit den weichen Pirelli-Reifen habe, dabei war der "weiche" Pirelli dort in Wirklichkeit ein harter. In Barcelona kamen die normalen, viel weicheren SCX-Rennreifen zum Einsatz, außerdem der superweiche Qualifyer SCQ.

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"Schritt für Schritt werde ich besser, ich lerne jeden Tag dazu", hob Iannone im Gespräch mit SPEEDWEEK.com hervor. "Für mich war alles neu, das Motorrad und die Reifen, dann wird alles zum Problem. Mit Barcelona bin ich recht zufrieden. Nicht wegen meiner Zeit mit dem ganz weichen Hinterreifen, sondern wegen meiner Pace, die ist gut. Das Gefühl für das Motorrad passt auch, wir konnten uns in einigen Bereichen verbessern."

Das legt die Latte für die nächsten Rennen in Katalonien hoch. "Ich bin ein Rookie und stehe erst am Anfang", betonte Andrea zum wiederholten Mal. "Alle Fahrer im Feld fahren seit 20 Jahren ohne Pause Motorrad, ich war vier Jahre lang weg. Als ich wieder anfing, lag ich weit zurück. Automatismen kannst du dir nicht auf die Schnelle wieder aneignen. Mir gelang das bislang aber ganz gut, wir haben viel Potenzial. Als ich von Australien nach Hause kam, war ich etwas wütend. Wir hatten die Chance auf einen Sieg und haben diese nicht genutzt. Wir hatten Probleme und strauchelten – unglücklicherweise. Denn wenn du bereit für Siege bist, dann ist es wichtig, dass du auch gewinnst. So machen das Profis. Wir sind hier, um unser Bestes zu geben. Wenn wir unser Bestes nicht erreichen, dann bedeutet das, dass wir verloren haben. In Australien hat das ganze Team verloren, nicht nur ich. Weil wir nicht das Ergebnis erzielten, das möglich war."

"Ich bin glücklich, weil ich in meinem ersten Rennen aufs Podium fuhr", ergänzte der Mann mit der Startnummer 29. "Im Superpole-Race und dem zweiten Hauptrennen war ich nahe an den Besten dran. Aber uns unterliefen in allen drei Rennen Fehler. Das war also nicht unser bestes Wochenende – aber ein guter Start. Jeder ist nach so einem Auftakt enthusiastisch, das bin ich auch. Aber alle in unserer Box wissen, dass wir sogar noch mehr hätten erreichen können. Trotzdem sage ich wow, das war gut. Unser Ziel sind nach wie vor die Top-ten."

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