Formel 1: Urteil zur Ferrari-Kollision

Cremona-Urteil von Lowes: «Am Limit, aber gut genug»

Von Ivo Schützbach
Weil es in der Mittagspause zu regnen begann, hat sich an den Bestzeiten am Donnerstag nichts mehr geändert. Sam Lowes aus dem Team Marc VDS Ducati war in Cremona schnellster Superbike-WM-Pilot.

Sam Lowes schaffte am Donnerstagvormittag als Einziger eine Runde unter 1:30 min und sorgte mit 1:29,976 min für die Bestmarke. Michael Rinaldi, dessen Team Motocorsa Ducati den zweitägigen Test auf der neuen WM-Strecke in Norditalien ausrichtet, landete mit 0,155 sec Rückstand auf Platz 2.

Für Sam Lowes war es das zweite Mal, dass er in Cremona fuhr. Bei einem Track-Day hatte er mal 20 Runden absolviert, konnte sich aber kaum noch erinnern. «Heute habe ich es genossen, ich war angenehm überrascht, es hat viel Spaß gemacht», erzählte der Engländer beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. «Es waren nicht alle da, aber ich fuhr gut und fühlte mich okay. Die Runde ist kurz, die Zeiten werden sehr eng beisammen liegen. Es gibt nicht viele Stellen, wo man den Unterschied ausmachen kann, am ehesten im ersten Sektor.»

Lowes geht davon aus, dass bei der WM-Premiere in Cremona Ende September im Qualifying 1:27er-Zeiten gefahren werden, der Topspeed auf der 885 Meter langen Gegengerade ist über 300 km/h.

Die Rennstrecke in Cremona ist mit 3768 Metern Länge die kürzeste im Kalender, es gibt keine richtig schnelle Kurve, die letzte wird im ersten Gang gefahren. «Die Piste ist nicht schlecht, aber recht klein», meinte Lowes. «Da musst du den Radstand kürzer machen und schauen, dass das Motorrad agil ist.»

Promoter Dorna wurde für die Entscheidung, Cremona in den SBK-Kalender aufzunehmen, heftig kritisiert. Die Anlage selbst ist neu und für Track-Days bestens ausgestattet, für einen Event der Größenordnung SBK ist das Areal aber deutlich unterdimensioniert.

Sam Lowes sieht das mit anderen Augen: «Wenn sich diese Rennstrecke darum bemüht, einen solchen Event zu haben, warum nicht? Ich war skeptisch, aber die Strecke selbst ist gut genug. Sie ist am Limit, aber gut genug. Die Runden sind zu kurz, dadurch liegen alle eng beisammen. Das führt hoffentlich zu sehr guten Rennen. Letztlich ist die Rundenzeit egal, dann fahren wir halt mehr Runden. Der Asphalt, der Grip, die Auslaufzonen, das ist alles gut.»

Zeiten SBK-Test Cremona, Donnerstag (23. Mai):
Pos Fahrer Kategorie Motorrad Zeit Diff
1. Sam Lowes (GB) SBK-WM Ducati 1:29,976 min
2. Michael Rinaldi (I) SBK-WM Ducati 1:30,131 + 0,155 sec
3. Iker Lecuona (E) SBK-WM Honda 1:30,510 + 0,534
4. Xavier Vierge (E) SBK-WM Honda 1:30,751 + 0,775
5. Scott Redding (GB) SBK-WM BMW 1:30,781 + 0,805
6. Tito Rabat (E) SBK-WM Kawasaki 1:30,801 + 0,825
7. Garrett Gerloff (USA) SBK-WM BMW 1:30,881 + 0,905
8. Andrea Iannone (I) SBK-WM Ducati 1:31,187 + 1,211
9. Tarran Mackenzie (GB) SBK-WM Honda 1:31,235 + 1,259
10. Tommy Bridewell (GB) BSB Honda 1:32,467 + 2,491
11. Adrian Huertas (E) SSP-WM Ducati 1:32,619 + 2,643
12. Andrew Irwin (GB) BSB Honda 1:32,760 + 2,784
13. Adam Norrodin (MAL) SBK-WM Honda 1:33,588 + 3,612
14. Can Öncü (TR) SSP-WM Kawasaki 1:33,925 + 3,949
15. Kaito Toba (J) SSP-WM Honda 1:34,845 + 4,869
16. Khairul Idham Pawi (MAL) SSP-WM Honda 1:34,857 + 4,881
17. Ivan Goi (I) SSP-WM QJ Motor 1:37,422 + 7,446

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