Toprak Razgatlioglu: Drei böse Schlappen gegen Bulega
Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu aus dem BMW-Werksteam hatte dem aufstrebenden Ducati-Stern Nicolo Bulega in Cremona nichts entgegenzusetzen. Was er nach drei zweiten Plätzen erzählte.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Am Einsatz lag es nicht, Toprak Razgatlioglu kämpfte auf dem Cremona Circuit in Norditalien wie ein Löwe. Doch gegen den überragenden Nicolo Bulega aus dem Team Aruba.it Ducati fehlte ihm die maschinelle Unterstützung seiner BMW M1000RR.
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"Platz 2 ist besser als nichts", sagte der Türke zu seinen drei Niederlagen gegen Bulega. Sein Rückstand in der Gesamtwertung hat sich dadurch auf 34 Punkte erhöht, er liegt auf Position 2. "Unser Motorrad ist, wie es ist, mehr gibt es nicht her. Ich gehe ans Limit, mir rutscht das Vorderrad weg, das Hinterrad, ich gebe alles. Letztes Jahr hat mich das Motorrad beim Fahren unterstützt, jetzt ist es ein einziger Kampf für mich. Aber wir haben jetzt dieses Paket, müssen es verbessern und das Beste herausholen, das ist meine Einstellung." Und fügte resigniert hinzu: "Solange wir nicht das Chassis ändern dürfen, wird sich an unseren Problemen mit dem mangelhaften Grip, dem schlechten Turning, der unregelmäßig arbeitenden Traktionskontrolle und dem hohen Reifenverschleiß nichts ändern. Unsere neuen Teile helfen mir nicht, das Motorrad funktioniert so nicht."
Die Schwierigkeit: Razgatlioglu müsste deutlich schlechtere Ergebnisse einfahren, damit BMW das Super-Concession-Chassis wieder zugesprochen bekommt. Denn diese Spezialteile sind laut Reglement für Hersteller vorgesehen, die nicht konkurrenzfähig sind. Toprak hat in zwölf Rennen 2025 aber acht Podestplätze erobert und viermal gewonnen.
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"Ich bin traurig, wie die Rennen ausgegangen sind, weil ich auf dem Motorrad alles gebe", unterstrich der zweifache Weltmeister. "Ich konnte die Lücke zu Bulega in allen Rennen ein paarmal zufahren, am Kurvenausgang hängte er mich aber wieder ab, weil die Ducati viel mehr Grip hat und deswegen deutlich besser beschleunigt. Wenn du so fahren musst, dann kannst du nicht richtig attackieren. Mal sehen, wie es in Most läuft, das ist normal eine gute Strecke für mich. Dieses Jahr traue ich mir aber keine Vorhersage zu."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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