Ken Roczen (Honda): «Mir ging in Daytona die Zeit aus»

Von Thoralf Abgarjan
Supercross-WM
Ken Roczen zeigte auch in Daytona gute Starts

Ken Roczen zeigte auch in Daytona gute Starts

In Daytona zeigte sich Ken Roczen (Honda) angriffslustig, nachdem Eli Tomac (Kawasaki) den Deutschen überholt hatte. Roczens Teamkollege Justin Brayton brach sich in der letzten Runde den Finger und fällt 3 Wochen aus.

Bis auf ein Rennen hat der deutsche HRC-Werksfahrer Ken Roczen sämtliche Heat-Races gewonnen - so auch in Daytona. «Es lief den ganzen Tag über gut», erklärt der Thüringer nach dem 10. Lauf zur Supercross-WM in Daytona. «Ich hatte gute Starts und als ich im Main Event in Führung lag, wusste ich, dass ich ein paar gute Runden hinlegen muss, um mich vom Feld abzusetzen. Nach der Hälfte des Rennens habe ich ein paar neue Linien ausprobiert, aber das hat leider nicht funktioniert. Eli [Tomac] konnte so die Lücke noch schneller schließen. Ich blieb im Zweikampf mit Tomac in einer tiefen Spurrinne hängen, so dass das Bike in der Kurve umkippte, wodurch ich die Führung einbüßte. Danach war es wichtig, nicht aufzugeben und direkt hinter ihm zu bleiben. Wir hatten an der Spitze bis zum Ende des Rennens eine gute Pace. Mir ging dann leider die Zeit aus, sonst hätte ich mich zurückgekämpft. Ich bin am Ende aber trotzdem ganz zufrieden mit dem Tag. Wir sind jedes Wochenende konstant schnell und befinden uns weiterhin in einer guten Position in der WM-Tabelle.»

Roczen hat vor dem nächsten Rennen in Indianapolis einen Rückstand von 3 Punkten zur Spitze.

Roczens Teamkollege Justin Brayton, der das Rennen in Daytona vor zwei Jahren gewann, hatte in diesem Jahr Pech. Er kollidierte in der letzten Runde des Finales mit Vincent Friese und brach sich dabei den kleinen Finger seiner linken Hand. Brayton wird mindestens 3 Wochen ausfallen.

WM-Stand nach 10 von 17 Rennen:
1. Eli Tomac, 226
2. Ken Roczen, 223, (-3)
3. Cooper Webb, 197, (-29)
4. Justin Barcia, 195, (-31)
5. Jason Anderson, 170, (-56)
6. Malcolm Stewart, 152, (-74)

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