Italien: Reges Treiben an der Spitze, Tänak führt

Von Toni Hoffmann
Ott Tänak

Ott Tänak

Der fünfte Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft auf der sonnigen und teils heißen Mittelmeerinsel Sardinien erlebte einen abwechslungsreichen Auftakt, nach vierfachem Führungswechsel liegt Ott Tänak knapp vorne.

An der Spitze der Rallye Italien auf der Ferieninsel Sardinien herrscht reges Treiben. Nach einem vierfachen Führungswechsel auf den bisher absolvierten fünf Schotterprüfungen ist Ott Tänak der Spitzenreiter und demonstriert auch in diesem Jahr die Italien-Stärke von Hyundai, viermaliger Sieger der letzten sechs Jahre. Zur Mitte der ersten Etappe rangierte der Tabellenvierte Ott Tänak, Champion von 2019, im Hyundai i20 N Rally1 3,7 Sekunden vor Esapekka Lappi, der zum dritten Mal in dieser Saison den Toyota GR Yaris Rally1 steuert.

«Wir müssen die ganze Zeit im dichten Staub bei wenig Sicht hart pushen», erklärte Tänak. «Nach Portugal haben wir das Chassis verbessert. Und das ist genau das, was wir für ein gutes Auto brauchen.» Sein Teamkollege Thierry Neuville büsste auf der fünften Prüfung wegen eines Antriebsschadens zwei Minuten ein und fiel vom sechsten auf den zehnten Platz (+ 2:00,1) ab.

Lappi verlor seine auf der dritten Prüfung kurz übernommene Führung wegen eines Reifenschadens. «Das passierte 6 km vor dem Ende. Ich denke aber, wir haben nicht allzu viel verloren. Ich hoffe, ich kann diesen Speed weiter halten», erklärte Lappi, der sich mit dem Vorjahressieger und Teilzeitarbeiter Sébastien Ogier den Toyota teilt.

Eine starke Leistung zeigte Pierre-Louis Loubet von der Nachbarinsel Korsika. Der Gastfahrer bei M-Sport rangierte im besten Ford Puma Rally1 auf dem dritten Platz (+ 8,9 Sekunden) 1,2 Sekunden vor seinem offiziellen Kollegen Craig Breen. «Das ist toll. Wir wollen nun dort auch bleiben», war der kurze Kommentar von Loubet.

Die erste Führung nach dem kurzen Kurs am Donnerstagabend in Olbia sicherte sich der zweimalige Italien-Sieger und WM-Zweite Thierry Neuville im Hyundai i20 N Rally1. Auf der ersten Entscheidung am Freitagmorgen löste ihn Elfyn Evans im Toyota GR Yaris Rally1 ab. Auf der nächsten Prüfung setzte sich dessen Teamkollege Lappi an die Spitze, die er aber eine Entscheidung später an Tänak abgeben musste. Evans schied auf der vierten Prüfung wegen einer beschädigten Wasserleitung aus.

Der 21 Jahre junge Tabellenführer und dreifache Saisonsieger Kalle Rovanperä musste gemäß seiner Wertungsposition zum zweiten Mal hintereinander mit seinem Toyota GR Yaris Rally1 als erstes Fahrzeug auf die Schotterpisten und damit erneut für seine Verfolger den Straßenkehrer spielen. Im Gegensatz zu Portugal verlor er auf den wesentlich härteren Schotterpisten Sardiniens in dieser Funktion mehr Zeit. Mit einem Rückstand von 42,5 Sekunden wurde er nach fünf von 21 Prüfungen an achter Stelle geführt. In Portugal waren es auf dem vierten Rang nur 9,9 Sekunden zum führenden Evans, vor dem er später auch siegte.

«Das war bisher nicht so gut. Wir müssen das akzeptieren, aber mehr können wir nicht tun», war das Statement von Rovanperä.

Die Highlights des italienischen Schotterklassikers gibt es als Livestream am Freitag, 03. Juni, am Samstag, 04. Juni, und am Sonntag, 05. Juni, jeweils um 22:00 Uhr auf Red Bull TV ist überall zu sehen.

Die Rallye Italien-Sardinien auf Servus TV:

Samstag, 4. Juni 2022:
13:30 Uhr: WP 14 (21,60 km)
16:00 Uhr: WP 16 (21,60 km)

Sonntag, 5. Juni 2022:
09:00 Uhr: WP 19 (12,55 km)
12:00 Uhr: WP 21 (Power Stage / 12,55 km)

 

Stand nach der 5. von 21 Prüfungen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Zeit

1

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

51:11,1

2

Lappi/Ferm (FIN), Toyota

+ 3,7

3

Loubet/Landais (F), Ford

+ 8,9

4

Breen/Nagle (IRL), Ford

+ 10,1

5

Sordo/Carrera (E), Hyundai

+ 14,6

6

Fourmaux/Coria (F), Ford

+ 26,1

7

Katsuta/Johnston (J/IRL), Toyota

+ 41,2

8

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 42,5

9

Mikkelsen/Erisken (N), Skoda

+ 2:00,1

10

Neuville/Wydaeghe (B), Hyundai

 + 2:00,1

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