Markus Jell: «Ich war mir sicher, dass es klappt»

Von Manuel Wüst
Eisspeedway-WM
Markus Jell (li.)

Markus Jell (li.)

Nach der Absage der Qualifikationsrunde zum Eisspeedway-Grand-Prix in Kauhajoki stand der Deutsche Meister Markus Jell plötzlich ohne WM-Startplatz da. Jetzt wurde alles umgeschmissen.

Erst kürzlich hatte Stefan Pletschacher einen Startplatz für die Qualifikationsrunde zum Eisspeedway-GP in Schweden zugesprochen bekommen. Nach der witterungsbedingten Absage der Qualifikationsrunde in Finnland, bekam diesen Platz nun der Deutsche Meister Markus Jell vom deutschen Verband.

«Ich hatte Montagabend gleich Kontakt mit dem DMSB und bekam direkt das Wort, dass sie sich darum kümmern, dass ich ins Feld komme», erzählte Jell über die spannenden Stunden nach der Bekanntgabe des ursprünglichen Fahrerfelds ohne ihn. «Ich war mir ziemlich sicher, dass es klappt und noch etwas passiert. Dienstagvormittag bekam ich die Info, dass ich im Feld bin. Dann lief es doch recht unspektakulär.»

Für Jell lief die Vergabe der Startplätze anhand des Ergebnisses der Deutschen Meisterschaft fair ab. «Die ersten drei von der Deutschen Meisterschaft sind in der WM und in der Quali», bemerkte der Champion, der mit dem DM-Dritten Franz Mayerbüchler die deutschen Startplätze für die Qualifikation in Örnsköldsvik erhielt, während der Deutsche Vizemeister Hans Weber als WM-Fünfter 2019 vom Weltverband FIM direkt für den Grand Prix 2020 gesetzt wurde.

Am vergangenen Samstag fuhr Jell in der schwedischen Liga in Örnsköldsvik ein Rennen und konnte in vier Läufen sechs Punkte erobern. «Im letzten Lauf lief es etwas unglücklich, ich hoffe, dass ich in der Quali nachlegen und noch etwas flotter fahren kann. Mit dem Gesamtpaket und dem Motorrad bin ich soweit zufrieden», sagte Jell gegenüber SPEEDWEEK.com.

Kommendes Wochenende steht für den Bayer auf gleicher Bahn die WM-Qualifikation an, nur die Top-6 kommen in den Grand Prix. «Das wird ganz schwierig», weiß Jell. «Es sind verdammt schnelle Leute dabei und jeder, der nicht 100 Prozent bringt, wird nicht weiterkommen. Es wird für mich genauso schwer, wie für alle anderen.»

Zur Vorbereitung auf das WM-Rennen hat Jell gemeinsam mit Franz Mayerbüchler in Strömsund trainiert und möchte, bevor es erneut nach Örnsköldsvik geht, noch ein weiteres Training auf einem See oder einer Bahn in Schweden absolvieren. Bezüglich der Bedingungen in Örnsköldsvik ist der 37-Jährige zuversichtlich: «Direkt nach dem Rennen am Samstag haben sie angefangen Eis zu machen und ich glaube, dass es halten wird bis Sonntag. Wir hatten die Tage ein paar Grad Plus, am Dienstag in der Früh waren es schon wieder Minusgrade.»

Möglicherweise wird das WM-Training gestrichen, um die Bahn zu schonen.

Line-up WM-Qualifikation Örnsköldsvik:

1 Jussi Nyrönen (FIN)
2 Philip Lageder (A)
3 Franz Zorn (A)
4 Jiri Wildt (CZ)
5 Jasper Iwema (NL)
6 Ove Ledström (S)
7 Pavel Nekrassov (KAZ)
8 Franz Mayerbüchler (D)
9 Crister Biskop (FIN)
10 Vladimir Cheblakov (KAZ)
11 Harald Simon (A)
12 Luca Bauer (D)
13 Markus Jell (D)
14 Martin Haarahiltunen (S)
15 Lukas Hutla (CZ)
16 Igor Kononov (RUS)
R1 Pierre Hallén
R2 Jimmy Hörnell Lidfalk

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