Formel 1: Selbst Nico Hülkenberg war überrascht

Noch vier Stunden: Das große Finale in Le Mans

Von Tim Althof
Beim Saisonstart der Endurance-WM in Le Mans bricht die finale Phase des 24-Stunden-Rennens an. Suzuki macht das Rennen, doch Yamaha hält weiterhin dagegen. Ducati fiel durch technische Probleme erneut zurück.

Das Honda-Werksteam musste am Sonntagmorgen einen Ausrutscher von Fahrer Gino Rea hinnehmen. Der Engländer stürzte im letzten Sektor auf dem Circuit Bugatti, brachte seine Fireblade jedoch gleich zurück auf die Strecke. Der Rückstand zur Führenden Yoshimura SERT-Mannschaft vergrößerte sich auf mehr als zehn Runden, aber der Podestplatz ist vier Stunden vor dem Ende des Rennens nicht in Gefahr.

ERC-Ducati hatte sich in der Nacht zurück in die Top-10 gekämpft. Das Team um Teammanager Frank Hoffmann zeigte mit Xavi Fores, David Checa und dem Superbike-WM-Fahrer Philipp Öttl eine beeindruckende Pace. Nach mehr als 17 Stunden dann der Schock: Die Kupplung der Panigale V4R quittierte ihren Dienst und die Mechaniker mussten Hand anlegen. Zwei weitere unplanmäßige Boxenbesuche führten zu weiterem Zeitverlust, sodass das deutsche Team auf Platz 18 durchgereicht wurde. Eine Durchfahrtsstrafe für das Ignorieren der schwarzen Flagge mit orangem Kreis kam noch oben drauf.

Weitere schlechte Nachrichten gab es vom Yamaha-Team Viltais Racing. Ein technischer Defekt sorgte nach 18 Stunden im Rennen für große Probleme bei der französischen Mannschaft mit der Startnummer 333. Die Piloten Florian Alt, Erwan Nigon und Steven Odendaal mussten dabei zusehen, wie sich der hart erkämpfte vierte Platz in Luft auflöste.

An der Spitze kontrollieren Suzuki und YART-Yamaha das Geschehen. Beide Werksteams trennen nur eine Runde, der Kampf um den Sieg bei der 45. Ausgabe der 24h Le Mans ist nach wie vor im vollen Gange. Auch in der Superstock-Klasse ist alles offen. Das Yamaha-Team 18 Sapeurs Pomiers (Steinmayr, Clere, Guittet) hat sich zurück an die Spitze gearbeitet. Dahinter liegen No Limits Motor Team (Suzuki) und Team 33 Louit April Moto (Kawasaki). In der Gesamtwertung belegen diese drei Teams sogar die Plätze 4, 5 und 7.

Weiterhin tadellos unterwegs ist das private Bolliger-Team aus der Schweiz. Jan Bühn, Jesper Pellijeff und Nico Thöni zeigen ein perfektes Zusammenspiel auf der Kawasaki ZX-10R. Sie liegen am Sonntagmittag auf dem sechsten Platz. Ebenso gut im Rennen ist das LRP Poland-Team mit Dominik Vincon, Stefan Kerschbaumer und Bartlomiej Lewandowski. Das BMW-Team geht als 15. in die Schlussphase.

Einen Ausrutscher hatte Lukas Trautmann mit seiner METISS am Morgen. Der Österreicher rutschte in Kurve 8 von der Strecke, das französische Team konnte sich aber auf Platz 22 behaupten. Auch die Mannschaft von Aviobike konnte wieder Boden gut machen. Gerold Gesslbauer, Patrick Dangl und Anthony Groppi kamen mit ihrer Superstock-Yamaha wieder auf Platz 32 nach vorne.

24h Le Mans, Stand nach 20 Stunden:
Pos Fahrer, Motorrad Klasse Zeit/Diff.
1 Yoshimura SERT Motul (Black, Simeon, Guintoli), Suzuki GSX- R1000  EWC 699 Runden
2 YART – Yamaha Official Team EWC (Hanika, Fritz, Canepa), Yamaha YZF-R1
EWC +1 Runde
3 F.C.C. TSR Honda France (Hook, Rea, Di Meglio), Honda CBR1000 RR-R
EWC + 13 Runden
4 Team 18 Sapeurs Pompiers (Clere, Guittet, Steinmayr), Yamaha YZF-R1
SST + 21 Runden
5 No Limits Motor Team (Masbou, Calia, Scassa), Suzuki GSX-R1000
SST + 22 Runden
6 Team Bolliger Switzerland (Bühn, Pellijeff, Töni), Kawasaki ZX-10R
EWC + 22 Runden
7 Team 33 Louit April Moto (Gamarino, Saltarelli, Egea), Kawasaki ZX-10R SST + 22 Runden
8 National Motos Honda (S. Suchet, V. Suchet, Raymond), Honda CBR1000 RR-R
SST + 23 Runden
9 Pitlane Endurance #86 (Pellizotti, Parassol, Pak), Yamaha YZF-R1
SST + 26 Runden
10 Team LH Racing (J. Nigon, de la Vega, Robert), Yamaha YZF-R1 SST + 28 Runden
15 Team LRP Poland (Vincon, Kerschbaumer, Lewandowski), BMW S 1000 RR
EWC + 32 Runden
16 Energie Endurance 91 (Napoli, Mohr, P. Szkopek), Kawasaki ZX-10R
SST + 35 Runden
18 ERC Endurance Ducati (Öttl, Fores, Checa), Ducati Panigale V4R 
EWC + 42 Runden
22 METISS (Pons, Santo Domingues, Trautmann), Metiss
EXP + 47 Runden
24 Webike SRC Kawasaki France (De Puniet, Masson, Marino), Kawasaki ZX-10R
EWC + 52 Runden
32 Team Aviobike (Gesslbauer, Dangl, Groppi), Yamaha YZF-R1
SST + 67 Runden
34 Viltais Racing Igol (Alt, Nigon, Odendaal), Yamaha YZF-R1
EWC + 77 Runden
OUT Tecmas Mersen GMC (Hedelin, Moser, Bonnot), BMW S 1000 RR
EWC  
OUT Wojcik Racing Team EWC (Gines, Mulhauser, Kovacs), Yamaha YZF-R1 EWC  
OUT Motobox Kremer Racing (Dehaye, Walchhütter, Ströhlein), Yamaha YZF-R1
EWC  
OUT Junior Team LMS Suzuki (Dupuy, Kemmer, Cortot), Suzuki GSX-R1000
SST  
OUT BMW Motorrad World Endurance (Reiterberger, Mikhalchik, Guarnoni), BMW M 1000 RR
EWC  

Diesen Artikel teilen auf...

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

MotoGP: Sind böse Streithähne die besseren Helden?

Von Michael Scott
Nie gab es in der MotoGP so viele Sieganwärter wie heute. Im Gegensatz dazu hatte das «Goldene Zeitalter» ihre wenigen Helden, die alle zu Legenden wurden. Was ist uns lieber?
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Fr. 12.07., 14:55, Motorvision TV
    Icelandic Formula Off-Road
  • Fr. 12.07., 15:00, Eurosport 2
    Motorsport: FIA-Langstrecken-WM
  • Fr. 12.07., 15:25, Motorvision TV
    Superbike: Australian Championship
  • Fr. 12.07., 16:20, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Fr. 12.07., 16:45, Motorvision TV
    Rally Classic Mallorca
  • Fr. 12.07., 17:15, Motorvision TV
    Top Speed Classic
  • Fr. 12.07., 18:10, Motorvision TV
    Monaco Grand Prix Historique
  • Fr. 12.07., 19:15, ServusTV
    Servus Sport aktuell
  • Fr. 12.07., 19:30, Motorvision TV
    Classic Races
  • Fr. 12.07., 20:55, Motorvision TV
    All Wheel Drive Safari Challenge
» zum TV-Programm
6