Porsche ab 2021 in der Formel 1: Nur als Motorpartner

Von Adam Cooper
Formel 1

​Porsche-Finanzchef Lutz Meschke (51) hat den Monza-GP besucht und sich mit den Formel-1-Verantwortlichen getroffen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende sagt, wieso die Formel 1 ein Thema ist.

Fast unerkannt im Monza-Fahrerlager: Lutz Meschke, 51 Jahre alt, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Porsche und Finanzchef der Traditionsfirma. Meschke hat sich in Italien mit Formel-1-CEO Chase Carey getroffen, dazu mit dem kommerziellen Leiter des Sports, Sean Bratches, und mit Ross Brawn, der für die sportliche Ausrichtung der Formel 1 zuständig ist.

Es geht um die künftige Motorgeneration der Formel 1, die für 2021 gelten wird. Die Fachkräfte um Ross Brawn streben ein entrümpeltes Hybridsystem an (keine Energierückgewinnung mehr am Turbolader), dazu Triebwerke, die mit zwei Ladern bestückt sind und nicht mehr mit einem wie heute.

Porsche hat in der Formel 1 ein Rennen als Werksteam gewonnen (mit Dan Gurney in Rouen 1962), das Bündnis mit dem von TAG finanzierten V6-Turbo made by Porsche führte zu WM-Titel der McLaren-Fahrer Niki Lauda und Alain Prost, von 1984 bis 1986. 1991 verschwand Porsche als Motorhersteller von der Formel-1-Bildfläche, nach einer wenig ruhmreichen Zusammenarbeit mit dem Arrows-Rennstall. Den Kontakt zur Formel 1 hat das Haus Porsche aber nie verloren: Der Porsche Supercup ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des GP-Rahmenprogramms.

Porsche hat bestätigt, dass das Engagement in der Langstrecken-WM 2017 endet. Ein Formel-E-Einstieg ist beschlossene Sache, zur Saison 2019/2020 hin. Aber Porsche will mehr. Daher nehmen Vertreter aus Stuttgart regelmässig an Konzeptsitzungen für die Formel-1-Motoren ab 2021 teil.

Lutz Meschke in Monza: «Die Formel 1 könnte für uns der passende Ort sein. Wir führen sehr gute Gespräche, was die künftige Motorisierung angeht. Ein etwas weniger komplizierter Motor als heute und einer mit zwei Turboladern, das wäre für uns durchaus attraktiv. Wir müssen die Kosten runterbringen in der Formel 1, da sind wir auf gutem Weg.»

Meschke beteuert, die ganzen Gespräche drehten sich darum, ein Motorpartner zu werden, es gibt keine Pläne für den Einsatz eines kompletten Porsche wie in den 60er Jahren.

Sean Bratches meint in Monza: «Wir versuchen, ein Umfeld zu schaffen, dass die Formel 1 für mehr Motorhersteller interessant macht. Je mehr Marken und Teams wir haben, desto besser. Porsche ist ein Unternehmen mit einem reichen Renn-Erbe, ihr Einstieg in die Formel 1 wäre eine wundervolle Sache.»

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