Sebastian Vettel zu WM ohne alte Strecken: «Dumm»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Sebastian Vettel ist Kenner der Rennhistorie und weiss die Faszination traditionsreicher Strecken zu schätzen. Es widert den Ferrari-Star an, dass wir mit Hockenheim erneut einen klassischen Kurs verlieren.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es 2020 keinen Grossen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring geben. Das macht viele Fans wütend. Das macht auch Sebastian Vettel wütend. Der Ferrari-Star kennt sich in der Motorsporthistorie gut aus und weiss die Renngeschichte zu schätzen. Mit einem schönen Gruss an die Formel-1-Führung sagte der vierfache Weltmeister in Hockenheim: «Ich sehe Deutschland als eine Nation, in welcher die Fans nach wie vor sehr viel Appetit auf Rennsport haben. Es ist auch ein Land, in welchem die Automobilindustrie eine sehr grosse Rolle spielt. Dass gewisse Leute anders denken und fast nur Dollar-Scheine in den Augen haben, ist leider nicht das erste Mal.»

Immer wieder sind klassische Rennen gefährdet sind oder verschwinden gar zwischendurch aus dem WM-Programm – Spa-Francorchamps, Hockenheim, Monza, Silverstone. Das alles findet Vettel «falsch. Ich kenne die Leute hier in Hockenheim sehr gut. Ich weiss, wie viel Herzblut und Leidenschaft und Plackerei sie aufbringen, um einen Grossen Preis von Deutschland zu organisieren. So wie vor zwei Jahren haben sie eine grossartige Show auf die Beine gestellt, aber Geld verdienen sie damit nicht.»

«Ich glaube, sie haben im vergangenen Jahr Geld verloren, doch dank Mercedes konnte das Rennen für 2019 sichergestellt werden. Ich weiss nicht, auf welchem Stand die Verhandlungen für die kommende Saison sind. Ich weiss auch nicht, wie viel Geld sie bräuchten. Ich weiss jedoch, dass Deutschland nicht scharf darauf ist, sich finanziell zu beteiligen, also sind Leute von ausserhalb gefragt, Investoren. Von der Regierung ist keine Unterstützung zu erwarten, ganz im Gegensatz zu den Niederlanden oder zu anderen Ländern, wo wir antreten.»

«So wie die Formel 1 das Geschäft abwickelt, basiert alles darauf, was die Leute zu zahlen gewillt sind, dann gibt es einen Grand Prix. Ich finde es ganz wichtig, dass wir gewisse Grands Prix nicht verlieren, ungeachtet dessen, was sie bezahlen. Eine Formel 1 ohne Monza, das wäre dumm. Rennen in Ländern zu verlieren, die auf eine reiche Historie zurückblicken können, wie Deutschland oder Spanien, das ist falsch.»

«Ich fände es wichtig, dass wir den Sport dahin bringen, wo Leidenschaft für die Formel 1 besteht – wie in Deutschland, wie in England, an all diesen Kult-Orten. So müsste das meiner Meinung nach gehen.»

«Es macht doch auch uns Piloten mehr Spass, vor vollen Tribünen zu fahren als vor leeren Rängen. Ob dort nigelnagelneue Sitze sind, spielt keine Rolle, wenn keine Menschen darauf Platz nehmen.»

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