Sebastian Vettel (Ferrari): Retro-Look für Monza-GP

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Für den Gran Premio d’Italia in Monza lassen sich Ferrari-Star Sebastian Vettel und sein Helm-Designer Jens Munser immer etwas ganz Besonderes einfallen – dieses Mal einen coolen Retro-Look.

Der neue Helm von Sebastian Vettel beim Monza-GP 2019 ist ein Knicks vor der Vergangenheit: als die Formel-1-Piloten Anfang der 70er Jahre einen Vollvisierhelm bis zu zwei Jahre lang verwendeten und der Kopfschutz entsprechend abgeschossen aussah; und als die Fahrer selber mit farbigem Isolierband am Design herumpröbelten.

Der Retro-Look des Monza-Helms von Vettel beginnt hinten mit den grün-weiss-roten Streifen für Italien, springt an der Oberseite in die Deutschlandfarben über, um dann an der Vorderseite versetzt wieder in die Trikolore von Ferrari überzugehen. Das Ferrari-Logo an der Hinterseite ist im früheren Look gehalten. Auf mattem Grund in verwitterter Heizkörperoptik sind das «cavallino rampante» von Ferrari und die 5 von Vettel mit Klarlack so auf den Helm aufgebracht, wie früher ein Schriftenmaler eben gearbeitet hat – mit Abdeckband oder Schablonen, mit Sprühdose und den unvermeidlichen Rissrändern. Der Gebraucht-Look ist perfekt umgesetzt, samt (aufgemalter) Absplitterungen an der Vorderseite und Mückenresten.

Zur Erinnerung: Die FIA schreibt vor, dass das grundsätzliche Layout eines Helms das Gleiche bleiben muss. Angeblich erhöht das den Wiedererkennungswert. Jedem Fahrer ist einmal im Jahr eine Ausnahme gestattet, etwa für ein Heimrennen oder für Klassiker wie Monza.

Es ist das fünfte Mal bei ihrer Zeit mit Ferrari, dass Vettel und Munser einen Knicks vor Italien machen. Etwa 2018: Das Wort stand als Glücksbringer auf der rechten Seite seiner Balaclava, vor Sebastians erstem WM-Finale in Abu Dhabi 2010. Sein damaliger Red Bull Racing-Renningenieur Guillaume («Rocky») Rocquelin hatte ihm den Schriftzug MONZA auf die rechte Seite der feuerfesten Kappe geschrieben, Glücksbringer und Erinnerung an Vettels ersten GP-Sieg 2008, als Sebastian mit dem unterlegenen Toro-Rosso-Renner die Gegner in Grund und Boden fuhr. Einige Stunden später war klar – der Glücksbringer hatte gewirkt, Vettel fuhr in Arabien sensationell seinen ersten Titel ein.

2018 stand MONZA auf der rechten Seite des Helmes, in einer graphischen Anordnung von Rechtecken in verschiedenen Graustufen, die Schriftart erinnert an frühere Rennplakate für den Grossen Preis von Italien. Links am Helm ist das Wort FIVE zu erkennen – für den fünften Titel von Vettel, das grosse Ziel des Heppenheimers.

Der neue Dreijahresvertrag mit Ferrari und die 70-Jahr-Feier seines italienischen Arbeitgebers waren Anlass, um zum Heimrennen von Ferrari 2017 «Grazie» zu sagen. Während das Ferrari-Pferd und Sebastians Nummer 5 in Chromeffekt auf einer Lochblech-Optik glänzten, war das Ferrari-Logo hinten auf dem Helm in 0,1 mm dickem goldenen Echtmetall überzogen.

Monza 2016: Damit die Sympathie für die Tifosi gut erkennbar wird, war die italienische Trikolore im hinteren Bereich prominent zu sehen, sie erstrahlte in Chrom-spiegelnden Grün, Weiss und Rot. Die Grundfarbe des Helmes WAR in dieser Version grau und verlief nach vorne in Streifen ins gewohnte Weiss. Die Startnummer 5 an der Seite war grösser gestaltet, dazu trug er die Fünf als Schriftzug «Cinque» an der Oberseite des Helms.

Für Sebastian Vettels erstes Ferrari-Heimspiel 2015 wurde ein neues Kapitel im Thema Helm-Design eröffnet. Nicht die Lackierung wurde verändert, sondern das feuerfeste Nomex-Innenpolster seines Arai-Karbonhelms – es war neu in den Farben der italienischen Trikolore bezogen. Eine schöne Geste für die Tifosi und seinen Rennstall und all dies ganz ohne Gefahr, mit dem FIA-Gesetz in Konflikt zu geraten.


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