Fernando Alonso: Reue nach Honda-Beleidigung

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Fernando Alonso

Fernando Alonso

Ausgerechnet im Japan-GP wagte es der frustrierte Fernando Alonso in der Saison 2015 am Boxenfunk den Honda-Motor verächtlich als GP2-Motor zu beschimpfen. Das tut dem zweifachen Champion mittlerweile leid.

Es war der 14. Saisonlauf und der Frust von sechs Ausfällen und nur zwei Punktefahrten lastete auf Fernando Alonsos Schultern, als der Spanier seinem Ärger über den schwachen Honda-Motor am Boxenfunk Luft machte. Ausgerechnet im Heimspiel des McLaren-Motorenpartners in Suzuka verglich er das japanische Aggregat mit einem Motor aus der Nachwuchsformel GP2 (heutige Formel 2).

Nur wenige, die Alonso seit Jahren beruflich begleitet hatten, glaubten an einen Zufall. Der ehrgeizige Asturier war schliesslich nicht das erste Mal mit gezielt gesetzten verbalen Spitzen gegen seine Mannschaft aufgefallen. Und dass die Japaner ihm diese öffentliche Schmach nicht so schnell verzeihen würden, war auch klar.

Rückblickend bedauert der 32-fache GP-Sieger seine Äusserungen denn auch, obwohl er sich gleichzeitig in die Ausrede flüchtet, er habe diese Äusserungen ja nicht im TV-Interview oder im Rahmen einer Pressekonferenz und somit nicht öffentlich gemacht.

«Ich hatte mit meinem Ingenieur ein privates Gespräch, das öffentlich im Fernsehen übertragen wurde. Es hätte nicht publik gemacht werden sollen», beteuert Alonso im F1-Racing-Interview. Doch jeder GP-Pilot und F1-Fan weiss genau, dass jegliche Boxenfunk-Sprüche übertragen werden können – und die Regisseure natürlich die unterhaltsamsten und interessantesten mit Vorliebe dafür aussuchen.

«Ich war frustriert», räumt Alonso denn auch ein. «Und vielleicht hätte ich es auch nicht sagen sollen.» Gleichzeitig betont er: «Aber die Antriebseinheit war wirklich sehr schlecht, im ersten Jahr haben wir in Jerez in vier Tagen nur sieben Runden geschafft.»

«2015 musste ich jedes mal hart kämpfen, um den Sprung ins Q2 zu schaffen, ich hatte Strafversetzungen um 575 Positionen aufgebrummt bekommen», erinnert sich der 38-Jährige. «Ich sage, was ich denke und glaube. Deshalb denke ich, dass dies auch der Wahrheit entspricht. Manchmal kann ich natürlich auch falsch liegen, aber ich sehe bei mir nichts, was Andere nicht auch machen. Ich lese keine Extra-Geschichten darüber, was Andere sagen, aber ich sehe Berge von Berichten über alles, was ich von mir gebe», fügt er an.

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