Coronavirus Melbourne: Albert Park Hotel geschlossen!

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Noch vor kurzem beruhigten Regierung und GP-Veranstalter in Australien: Der WM-Auftakt in Melbourne werde wie geplant stattfinden. Inzwischen haben sich die Ereignisse im Staat Victoria überschlagen.

Bereits steht fest: Der WM-Lauf von Bahrain wird als Geister-GP stattfinden, ohne Zuschauer auf den Tribünen. Im Golfstaat soll auf diese Weise die weitere Verbreitung des Coronavirus gehemmt werden. Bahrain gibt 110 Krankheitsfälle zu.

Aber wie ist das mit Australien? Jüngster Stand: 104 Menschen am Coronavirus erkrankt, davon 18 im Staat Victoria, wo sich der GP-Ort Melbourne befindet. Landesweit sind drei Todesfälle zu beklagen.

Noch Anfang Woche verbreitete GP-Promoter Andrew Westacott Zuversicht. «Wir hatten am Wochenende auf dem Melbourne Cricket Ground 86.000 Menschen. Wir müssen mit der Thematik behutsam umgehen und mit dem Leben weitermachen – mit den notwendigen Vorsichtsmassnahmen, natürlich. Aber ein Geisterrennen ohne Zuschauer, wird es bei uns nicht geben.»

Professor Brendan Murphy, der leitende Mediziner der australischen Regierung, hatte am Montag erklärt: «Wir stufen die Durchführung des Formel-1-Rennens für die Öffentlichkeit nicht als Risiko ein.»

Aber die Lage rund um den Coronavirus bleibt unberechenbar, wie die jüngsten Ereignisse in Melbourne zeigen.

Es fällt auf, wie sich die Wortwahl der Politiker ändert. Bei einer Medienkonferenz sagt Victoria-Premier Daniel Andrews am 10. März: «Die Bürger müssen sich auf extreme Massnahmen gefasst machen. Früher oder später könnten wir an einen Punkt kommen, an welchem wir Schulen schliessen und Sportanlässen unterbinden müssen. Derzeit haben wir von den entsprechenden Behörden den Rat, mit dem Grand Prix oder der australischen Fussballsaison weiterzumachen. Dieser Rat könnte sich ändern. Noch haben wir zu wenige Hinweise, um den Leuten zu sagen – die Schulen bleiben zu, ihr könnt nicht mehr zum Fussball oder ins Kino gehen. Aber die Experten sagen: Es wird eine Zeit kommen, in welcher es nicht mehr akzeptabel ist, dass so viele Menschen auf so geringem Raum zusammenfinden.»

Die Menschen in Melbourne sind nervös. Die Medien berichten von einem Mann, der den beliebten South Melbourne-Markt besucht hat, obschon er am Coronavirus erkrankt ist. Und er nahm an einem Anlass im Albert Park Hotel teil. Dieses Hotel ist inzwischen geschlossen worden, alle Angestellten befinden sich in Quarantäne. Das Hotel war nach einem umfangreichen Umbau eben erst wiedereröffnet worden.

Eine Hotline für Fragen besorgter Bürger brach am Montag zusammen und war nicht mehr erreichbar. Die Regierung von Victoria hat daraufhin hundert zusätzliche Fachkräfte engagiert, die am Telefon Auskunft geben.

Im Grossraum Melbourne stehen sieben Kliniken zur Verfügung, in welcher sich Menschen auf Coronavirus untersuchen lassen können. Alleine am Montag kamen 120 Menschen ins Royal Melbourne Hospital. Vor den Krankenhäusern bilden sich lange Schlagen mit Menschen mit Gesichtsmasken.

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