Daniel Ricciardo: Renault-Tests machen viel Mut

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniel Ricciardo in Melbourne 2019

Daniel Ricciardo in Melbourne 2019

​2014 schien ein Traum von Daniel Ricciardo in Erfüllung zu gehen: Rang 2 im Heim-GP von Australien. Dann wurde er aus der Wertung genommen. Seither jagt er vergeblich einem neuen Podestplatz hinterher.

Die Fans im Albert-Park von Melbourne waren 2014 komplett aus dem Häuschen: Daniel Ricciardo hatte einen tollen zweiten Platz herausgefahren, vom zweiten Startplatz losgefahren, aber später kam von den Regelhütern dicke Post – wegen Unregelmässigkeiten beim Benzindurchfluss wurde der Australier disqualifiziert.

Seither versucht Daniel vergeblich, beim Heimrennen erneut aufs Podest zu kommen. 2016 und 2018 wurde er jeweils Vierter mit Red Bull Racing.

In Renault-Farben tritt der siebenfache GP-Sieger zum zweiten Mal nach 2019 an. Im vergangenen Jahr fiel er in Melbourne aus. Nun sagt er: «Wir dürfen mit viel Selbstvertrauen antreten, denn unsere Wintertests sind ermutigend verlaufen. Esteban Ocon und ich sind viel zum Fahren gekommen, Probleme gab es eigentlich keine, der neue Motor lief tadellos.»

«Uns geht es gleich wie allen Anderen: Das wahre Kräfteverhältnis ist ein Buch mit sieben Siegeln. Ich schätze, erst nach dem Abschlusstraining im Albert-Park werden wir schlauer sein. Was wir aber wissen: Der 2020er Renault ist das deutlich schnellere Rennauto als das Vorjahresmodell, die Fahrzeugbalance ist viel besser. Ich konnte erkennen, wie sich die ganze Mannschaft ins Zeug gelegt hat, jetzt brennen wir auf das erste Rennwochenende.»

«Australien ist für mich mehr als nur ein Heimrennen. Ich bin jedes Jahr so viel auf Achse, da sind Besuche zuhause selten. Also ist es schön, Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen. Die australischen Fans sind einzigartig, ihr Unterstützung ist ein zusätzlicher Ansporn. Melbourne hat mir nicht immer Glück gebracht, vielleicht kann ich das 2020 ändern. Ich hoffe auf ein starkes Wochenende mit Renault.»

«Die Strecke ist sehr eigenwillig. Obschon sie als Strassenkurs gilt, bietet sie reichlich mittelschnelle und schnelle Kurven. Überholen ist nicht ganz unproblematisch, also ist eine gute Startposition wichtig. Meine Lieblingsstelle zum Attackieren ist Kurve 9, mit einem vollgepackten Erdhügel daneben. Wenn dir hier ein schönes Manöver gelingt, dann kannst du die Fans sogar im Helm jubeln hören.»

Daniel Ricciardo 2019 mit Renault

Australien: Ausfall
Bahrain: 18.
China: 7.
Aserbaidschan: Ausfall
Spanien: 12.
Monaco: 9.
Kanada: 6.
Frankreich: 11.
Österreich: 12.
Grossbritannien: 7.
Deutschland: Ausfall
Ungarn: 14.
Belgien: 14.
Italien: 4.
Singapur: 14.
Russland: Ausfall
Japan: Disqualifiziert
Mexiko: 8.
USA: 6.
Brasilien: 6.
Abu Dhabi: 11.
WM-Neunter mit 54 Punkten

Daniel Ricciardo beim Heim-GP

2012 mit Toro Rosso: 9.
2013 mit Toro Rosso: Ausfall (Auspuff defekt)
2014 mit Red Bull Racing: 2., dann disqualifiziert (Benzindurchfluss)
2015 mit Red Bull Racing: 6.
2016 mit Red Bull Racing: 4.
2017 mit Red Bull Racing: Ausfall (Benzintank)
2018 mit Red Bull Racing: 4.
2019 mit Renault: Ausfall (Kollisionsschäden)

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