Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

  1. Start
  2. /

  3. Formelsport
  4. /

  5. Formel 1
  6. /

  7. News

Werbung

Monaco 1970: Als Jochen Rindts Jahr Fahrt aufnahm

Heute vor 50 Jahren fuhr der unvergessene Jochen Rindt in den Häuserschluchten von Monte Carlo einen unerwarteten Triumph ein – nach einer Aufholjagd, die in die Motorsport-Geschichte einging.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


Werbung

TV-Programm

Werbung

Eigentlich wären wir Sonntag wieder einmal abwesend gewesen. Nicht bei Muttertagsfeiern, sondern wie seit Jahren üblich an diesem Sonntag auf dem Catalunya-Kurs. Es wäre wieder Zeit für den spanischen GP gewesen.

Werbung

Werbung

Wäre. Das Virus löschte auch dieses Rennen aus, zumindest jetzt. Also kann man in Erinnerungen kramen. 10. Mai, da war doch was? Nicht nur, dass Niki Laudas Busenfreund und Reisebegleiter Bertl Wimmer 80 geworden wäre (er verstarb wenige Wochen nach Niki im Vorjahr), am 10. Mai vor 50 Jahren geschah auch der Auftakt von Jochen Rindts Siegesserie zum WM-Titel. Es war vielleicht der legendärste Erfolg des Grazers, der Triumph im GP von Monaco nach einer Aufholjagd, die in die Motorsport-Geschichte einging.

Eigentlich erwartete der bis dahin in den ersten zwei Saisonrennen punktelos gebliebene Lotus-Star die Premiere des revolutionären Modells 72, das er und John Miles im nicht zur WM zählenden Rennen in Silverstone getestet hatten. Doch Colin Chapman entschied sich noch einmal für den bewährt-betagten Lotus 49C, und Rindt war von den Qualitäten des 72 noch nicht überzeugt.

Außerdem ging es ihm persönlich nicht gut: Er bewohnte mit Freund Bernie Ecclestone an diesem Wochenende eine Yacht, und das Schaukeln ließ ihn kaum Schlaf finden. "Ich rolle in diesem Rennen nur herum", sollte er missmutig zu Gattin Nina sagen.

Werbung

Werbung

Rindt schaffte im verregneten Training keine Topzeiten, erreichte nur Startplatz 8. Im trockenen Rennen holte er kontinuierlich auf, profitierte aber auch von Problemen einiger Konkurrenten (Jacky Ickx, Jean-Pierre Beltoise, Jackie Stewart, Denny Hulme), und plötzlich war Rindt schon Dritter, aber 16 Sekunden hinter Brabham.

TV-Programm

Platz 2 wurde ihm durch den Aufhängungsbruch am March von Chris Amon ermöglicht, doch da waren noch 20 Runden zu fahren, und vorn lag Jack Brabham (Rindts Teamkollege 1968) fast einsam mit noch immer neun Sekunden Vorsprung an der Spitze.

Als Brabham vom stotternden March von Jo Siffert in Runde 77 (von 80) aufgehalten wurde, verlor er fünf Sekunden auf den Verfolger. Rindts Tempo brachte ihn im Finish in Schlagdistanz heran. Obwohl "Black Jack" in Runde 78 mit 1:24,4 min persönliche Bestzeit fuhr, unterbot ihn Rindt mit 1:23,3 min.

Die letzte Runde wurde legendär: Der Australier musste Kampflinie fahren, wurde vom Nachzügler Piers Courage im de Tomaso irritiert, verteidigte in der Rascasse-Schlusskurve innen, bremste zu spät und rutschte auf der schmutzigeren Spur in die Strohballen. Rindt ging vorbei und siegte mit 23,1 Sekunden Vorsprung auf den dreifachen Champion, der nach dem Reversieren noch als Zweiter das Ziel erreichte. "It’s Jochen!", konnte Chapman jubeln.

Werbung

Werbung

Die Nacht nach dem Rennen verbrachten fast alle Fahrer in der legendären Tip-Top-Bar vor der Mirabeau-Kurve. Davon wurde berichtet: Irgendwann fragte Jochen, welche Wettquote auf seinen Sieg gestanden war: "Sieben zu zwei", sagte einer, und Jochen fragte: "War irgendwer dämlich genug, auf mich zu setzen?"

Fast 26 Jahre später konnte ich Brabham vor seinem 70. Geburtstag in Melbourne interviewen. Über Jochen sagte er: "Jochen war das größte Naturtalent, das mir je untergekommen ist. Er gehörte sicher zu den Top-Piloten aller Zeiten. Er war extrem schnell – und er war ein guter Freund."

Brabham waren 126 Große Preise mit 14 Siegen vergönnt, Ende 1970 hörte er auf. Er überlebte Rindt um 44 Jahre und starb vor fast genau sechs Jahren, am 19. Mai 2014.

Werbung

Werbung

Schon gesehen?

Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


Themen

Aktueller Stand

Voller Stand
  1. Fahrer

  2. Konstrukteure

2026202520242023

Pos

Fahrer

Team

Punkte

1

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

292

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

211

3

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

191

4

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

186

5

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

167

6

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

145

7

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

120

8

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

71

9

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

59

10

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

41

Events

Alle Formel 1 Events
  • Vergangen

    Italian Grand Prix

    Autodromo Nazionale Monza, Italien
    04.–06.09.2026
  • Vergangen

    Spanish Grand Prix

    Circuito de MADRING, Spanien
    11.–13.09.2026
  • Demnächst

    Azerbaijan Grand Prix

    Baku City Circuit, Azerbaijan
    24.–26.09.2026
  • Bahrain Grand Prix

    Bahrain International Circuit, Bahrain
    02.–04.10.2026
  • Singapore Grand Prix

    Marina Bay Street Circuit, Singapur
    09.–11.10.2026
  1. Vergangen

    Italian Grand Prix

    Autodromo Nazionale Monza, Italien
    04.–06.09.2026
  2. Vergangen

    Spanish Grand Prix

    Circuito de MADRING, Spanien
    11.–13.09.2026
  3. Demnächst

    Azerbaijan Grand Prix

    Baku City Circuit, Azerbaijan
    24.–26.09.2026
  4. Bahrain Grand Prix

    Bahrain International Circuit, Bahrain
    02.–04.10.2026
  5. Singapore Grand Prix

    Marina Bay Street Circuit, Singapur
    09.–11.10.2026

    Speedweek.com - Der beste Motorsport im Netz

    Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.

    Berichte & Analysen

    Redaktion

    Serien