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Formel-1-Chef Chase Carey: «Bonbons gibt’s keine»

Von Adam Cooper
Formel-1-CEO Chase Carey

Formel-1-CEO Chase Carey

​Wall-Street-Analysten wollen von Formel-1-CEO Chase Carey wissen, wie er das Motorsport-Flaggschiff durch die tosende Corona-See steuert. Carey sagt: «Bonbons gibt’s keine, für niemanden.»

Liberty Media muss sich als Inhaber der kommerziellen Formel-1-Rechte auf riesige Verluste einstellen: Weniger Rennen, geringere Einnahmen pro Grand Prix, reduzierte Erlöse aus dem Verkauf von TV-Rechten, gleichzeitig müssen die Rennställe finanziell gestützt werden.

Die Coronakrise und die Rennpause haben bei der «Formula One Group» zu einem Umsatzeinbruch von mehr als 200 Millionen Dollar geführt. Vor einem Jahr gab das US-amerikanische Medienunternehmen bekannt: Von Januar bis März 2019 wurden 246 Millionen Dollar eingenommen, nun sind es im ersten Quartal eben mal 39 Millionen. Da wollen Wall-Street-Analysten von F1-CEO Chase Carey natürlich wissen, wie es weitergeht.

Der US-Amerikaner sagt in einer Telefonkonferenz: «Eines muss klar sein – egal ob Teams, Promoter oder Geldgeber, Bonbons gibt’s keine, für niemanden. Wir erwarten von allen Beteiligten Fairness, aber wir gehen mit den Schwierigkeiten erwachsen um; immer in der Hoffnung, dass wir 2021 zu jener Formel 1 zurückfinden, wie wir sie aus den vergangenen Jahren kennen.»

«Die Rennställe und wir sind uns dessen bewusst, dass wir die finanziellen Ziele von 2020 nicht erreichen werden. Alle geben sich die grösste Mühe, den Markt zu stützen. Gegenwärtig leben wir in einer Zeit mit unzähligen Unwägbarkeiten. Es gibt so viele ‘Was ist, wenn ...?’, dass gewisse Probleme gar nicht in konstruktiver Art und Weise angepackt werden können. Wir müssen diesen Weg Schritt um Schritt gehen, um im Laufe der Zeit besser zu begreifen, wo wir stehen. Wir erwarten, dass die Teams die richtigen Schritte ergreifen, um diese Krise zu überstehen.»

«Was die Auszahlung der Preisgelder angeht, so sprechen wir hier von vertraglichen Verpflichtungen. Aber die Preisgelder sind auch teilweise von unserem Profit abhängig; wenn also der Profit weniger gross ist, dann ist auch ein Teil des Preisgelds geringer.»

Auf die Frage, ob die Formel 1 gewisse Teams finanziell stützen würde, sagt Carey. «Wir sind nicht im Almosengeschäft tätig, aber wenn ich das sage, dann will ich auch betonen – wir fühlen uns dazu verpflichtet, gemeinsam mit unseren Partnern Lösungen zu finden, die für alle sinnvoll sind.»

«Wir befassen uns weiterhin mit beweglichen Zielen. Wir wissen noch nicht, wie viele Rennen wir fahren können und wo. Wir wissen nicht, ob es im Herbst vielleicht möglich sein wird, vor Fans zu fahren.»

«Was unsere Formel-1-Sponsoren angeht, so arbeiten wir daran, ihre Erwartungen zu erfüllen. Wir sprechen hier von langfristigen Partnerschaften, also setzen wir uns mit ihnen an einen Tisch und finden Lösungen, die für alle gerecht sind.»

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