Otmar Szafnauer (Racing Point): «Vettel muss bleiben»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer bedauert die Trennung von Sebastian Vettel und Ferrari. «Seb muss in der Formel 1 bleiben.» Einen Wechsel zu Aston Martin gibt’s nicht: Pérez und Stroll bleiben.

In diesem verrückten Formel-1-Frühling – ohne auch nur einen WM-Lauf, dafür mit spektakulären Veränderungen fürs Startfeld 2021 – wird eines nicht passieren: Einen verblüffenden Wechsel von Sebastian Vettel von Ferrari zu Aston Martin. Der US-Amerikaner Otmar Szafnauer, Teamchef jenes Rennstalls namens Racing Point, der 2021 als Aston Martin auftreten wird, sagt bei Radio Canada Sports: «Sergio Pérez und Lance Stroll sind für 2020 und 2021 vertraglich an uns gebunden.»

Das ist neu, denn bislang war lediglich bestätigt, dass der Mexikaner Sergio Pérez im Sommer 2019 einen neuen Dreijahresvertrag beim Team aus Silverstone unterzeichnet hat, also für die Jahre 2020, 2021 und 2022. Das Abkommen mit Lance Stroll hingegen lief aus.

Weil Lance Strolls Vater Lawrence Stroll Besitzer des F1-Teams ist, gilt der junge Kanadier freilich als so gut wie unkündbar. Nicht unverdient, wie der frühere GP-Pilot Marc Surer findet: «Der junge Stroll hat ja immer noch den Ruf, durch seinen Vater letztlich nichts Anderes zu sein als ein Bezahlfahrer. Aber wenn wir uns im Detail ansehen, welche erste Runden Lance hinlegt, dann muss ich ihn wirklich loben. Was für ein Racer! Und wir dürfen auch nicht vergessen, dass er in Chaosrennen wie Baku 2017 und Hockenheim 2019 Dritter und Vierter geworden ist. Der kann also schon rennfahren.»

Der in Rumänien geborene Szafnauer bedauert, dass sich die Wege von Ferrari und Sebastian Vettel trennen. «Es ist irre – wir haben kein Rennen gefahren, aber der Fahrermarkt scheint verrückt zu spielen. Dass sich Ferrari und Vettel nicht einigen konnten, das hat mich schon überrascht. Sebastian Vettel ist ein fabelhafter Fahrer, ich kenne ihn seit vielen Jahren. Er hat in der Formel 1 so viel erreicht. Er verdient es, in der Königsklasse zu bleiben. Es ist interessant, dass derzeit Weltmeister auf dem Fahrermarkt sind, aber was uns angeht, sind wir für 2020 und 2021 vertraglich gebunden.»

Marc Surer traut dem kommenden Aston Martin-Rennstall mittelfristig Einiges zu. «Investor Lawrence Stroll ist willig, das Team vorwärts zu bringen. Und beim kommenden Budgetdeckel erkenne ich gerade bei den Autowerken viele Grauzonen. Wer überprüft denn, ob in einem Autowerk nicht auch irgendwo an Formel-1-Teilen gearbeitet wird? Für Racing Point, das 2021 Aston Martin wird, sehr ich gute Entwicklungs-Chancen.»

«Sergio Pérez hat immer auf Ferrari gehofft, und als klar war, dass daraus nichts wird, hat er sich zu McLaren ins Bett gelegt. Das ging schief. Seither hat er sich zu einem sicheren Wert in der Formel 1 entwickelt. Und letztlich ist vielleicht seine Wahl gar nicht so schlecht.»

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