Max Verstappen (Red Bull): «Mental scharf bleiben»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Max Verstappen in seinem Rennsimulator

Max Verstappen in seinem Rennsimulator

​Der neunfache GP-Sieger Max Verstappen kann den WM-Beginn auf dem Red Bull Ring (5. Juli) kaum erwarten. Bis er in seinen Red Bull Racing-Renner klettern kann, hält sich der Niederländer mit Sim-Racing fit.

Wer hätte das vor wenigen Monaten gedacht: Max Verstappen im Lotus 79 von Mario Andretti. Team Redline führt in der Corona-bedingten, rennfreien Zeit die Serie «A Tribute to Motorsport Legends» durch. Als Knicks vor Grossbritannien als Wiege des Motorsports wurden auch Rennen auf zwei englischen Pisten ausgetragen. Die ersten beiden Läufe fanden virtuell in Silverstone statt und zwar auf der Pistenführung, die bis 2010 verwendet wurde. Die Fahrer wählten als Rennwagen den legendären Lotus 79 von Mario Andretti aus der GP-Saison 1978. Max Verstappen fuhr den Wagen – natürlich – in Orange. Der neunfache GP-Sieger Verstappen staunte: «Es lief besser und besser, besonders mit solch einem Flügelauto, das enorme Haftung aufbaut. Dieser Rennwagen ist fantastisch zu fahren.»

Auf dem Instagram-Kanal von Puma hat sich der 22jährige Niederländer kürzlich mit dem langjährigen Red Bull-Fahrer David Coulthard unterhalten, der 49jährige Schotte (2001 WM-Zweiter hinter Michael Schumacher) fachsimpelte mit Max unter anderem über Rennfarben.

Verstappen erzählte: «Als ich jung war, war blau meine Lieblingsfarbe. Aber heute bedeutet mir orange sehr viel – meine Fans tauchen in Orange an den Rennpisten auf, Oranje fällt sofort auf, und letztlich ist es unsere Nationalfarbe. Das ist auch der Grund, wieso ich ab und an mit einem orangefarbenen Helm fahre. Das ganze Jahr über wäre mir zu viel, aber zwischendurch, so als Farbtupfer, finde ich das klasse.»

Wochenlang sass Verstappen zuhause in Monaco fest, seit Anfang Mai werden die Massnahmen gegen Corona auch im Fürstentum schrittweise gelockert. Läden haben wieder offen (nicht aber Restaurants oder Hotels), die Menschen dürfen unter Einhaltung der Distanzregeln wieder nach draussen. Am 11./18./25. Mai machen die Schulen nach Altersstufen wieder auf. Restaurants, Cafés, das Casino, Museen, Kinos, Sportplätze und so fort gehen Anfang Juni auf.

Max Verstappen erzählt: «Ich bin wirklich gern zuhause. Während einer GP-Saison kehre ich nach dem Rennen gerne in meine Wohnung zurück, es ist gemütlich und ruhig. Aber ich muss zugeben – in den vergangenen Wochen ist es manchmal ein wenig langweilig geworden. Die meiste Zeit über habe ich mit Sim-Racing verbracht, darüber hinaus habe ich das halbe Angebot von Netflix durch. Jetzt dürfen wir endlich wieder ins Freie, das ist vor allem beim Trainieren angenehm.»

Coulthard und Verstappen plauderten auch über ihr Gewicht. Max schmunzelt: «Ich stelle mich jeden Tag auf die Waage. Ich lege schnell an Gewicht zu, wenn ich das Falsche esse oder trinke, da muss ich schon aufpassen. Zuhause habe ich einen Home-Trainer, eine Rudermaschine und Gewichte. Ich arbeite auch viel mit Gummibändern. Ich fand es nicht schwierig, mich fit zu halten. Denn ich will immer so gut vorbereitet sein, dass ich durch das Fahren nicht körperlich eingeschränkt bin.»

«Das ist ein weiterer Grund, wieso ich so oft im Simulator sitze. Ich finde einfach, dass ich dadurch meine mentale Schärfe behalte. Wenn ich im Simulator eine Quali fahre, wenn ich Starts übe oder den Zweikampf, dann ist der Druck so gross wie beim echten Fahren. Die Simulationen sind inzwischen sehr realistisch. An dieser Zwangspause war nichts zu machen, so etwas muss man akzeptieren und versuchen, das Beste daraus zu machen.»

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