Romain Grosjean über Vettel: «Das war nicht alles»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Romain Grosjean und Sebastian Vettel

Romain Grosjean und Sebastian Vettel

​In den letzten Wochen hat das Transferkarussell Schwung zugelegt: Vettel weg bei Ferrari, Nachfolger Carlos Sainz, Daniel Ricciardo von Renault zu McLaren. Haas-Fahrer Romain Grosjean: «Das war nicht alles.»

Die Trennung von Sebastian Vettel und Ferrari hat einen Dominoeffekt erzeugt. 2021 fährt anstelle des vierfachen Formel-1-Weltmeisters aus Deutschland der 25jährige Madrilene Carlos Sainz für Ferrari, den Platz von Sainz wird Daniel Ricciardo übernehmen. Fernando Alonso ist ein heisser Kandidat, zum dritten Mal für Renault zu fahren und 2021 in die Königsklasse zurückzukehren.

Haas-Pilot Romain Grosjean hat sich das alles in Ruhe angeschaut. Der WM-Siebte von 2013 gibt in einer Live-Schaltung von Sky Sports F1 zu: «Einige Wechsel haben mich überrascht, als Teamchef hätte ich nicht das Gleiche getan. Die grösste Überraschung für mich war die Scheidung von Vettel und Ferrari. Ich war wirklich davon überzeugt, dass Seb bei Ferrari weitermachen würde. Und ich glaube, in Sachen verblüffender Entwicklungen im Startfeld war das nicht alles.»

Zum möglichen Comeback von Fernando Alonso meint der 164fache GP-Teilnehmer Grosjean: «Wieso nicht? Derzeit sind so viele Dinge im Gange. Es ist offensichtlich, welch grossartiger Fahrer Fernando ist. Es wäre ja die Wiederholung eines Comebacks, denn nach seinem Jahr bei McLaren ist er 2008 schon einmal zu Renault zurückgekehrt. Ein Comeback wäre auf alle Fälle positiv.»

Auch der Vertrag des 34jährigen Genfers läuft Ende 2020 aus, so wie das Abkommen mit seinem dänischen Haas-Stallgefährten Kevin Magnussen.

Ex-GP-Pilot Marc Surer findet: «Haas stagniert, auch was die Fahrer angeht. Hier ist frischer Wind gefragt, da würde ich mindestens einen Fahrer ersetzen und einen jungen Piloten bringen, der das Potenzial eines Siegfahrers hat. Oder gleich beide ersetzen und einen erfahrenen Mann eines anderen GP-Rennstalls holen, plus eben einen Jungen. Bei Haas ist mir alles zu festgefahren.»

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