Kimi Räikkönen (Alfa Romeo): «Das bringt mir nichts»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fred Vasseur und Kimi Räikkönen

Fred Vasseur und Kimi Räikkönen

​Kimi Räikkönen sagt über das Autodrom in Sotschi: «Ich habe wenig gute Erinnerungen an die Strecke, das ist für mich ein unglücklicher Kurs.» Dabei stand der Finne zwei Mal auf dem Siegerpodest.

Gibt es Rennstrecken, auf welchen gewisse Fahrer mehr Glück oder Pech haben? Oder sind das nur statistische Anomalien? Alfa Romeo-Fahrer Kimi Räikkönen hat über die Formel-1-Strecke auf dem Olympia-Gelände von Sotschi gesagt: «Ich habe wenig gute Erinnerungen an die Strecke, das ist für mich ein unglücklicher Kurs.» Da reibt sich der GP-Statistiker verwundert die Augen – stand Kimi hier 2016 und 2017 nicht auf dem Siegerpodest? Findet «Iceman» vielleicht, er hat in Russland zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht?

Der 21fache GP-Sieger vertieft beim Nachhaken von SPEEDWEEK.com: «Glück hat damit nichts zu tun. Ich kann mich gar nicht erinnern, das gesagt zu haben. Klar hätten die Ergebnisse besser sein können, aber ich schätze, das kann man von allen Rennstrecken sagen. In einigen Jahren läuft es besser, in anderen eben nicht.»

Kimi weiter: «Generell bin ich keiner, der sich lange mit der Vergangenheit aufhält. Mein Augenmerk gilt ganz alleine dem nächsten GP-Wochenende, um das Bestmögliche aus dem Wagen zu holen. Wir haben es vor den vergangenen Rennen einige Male geschafft, den ersten Quali-Teil zu überstehen, und im Grand Prix hat sich gezeigt, dass wir im Mittelfeld mithalten können. Das Ziel auch in Sotschi muss darin bestehen, in die Top-Ten zu fahren und WM-Punkte zu erkämpfen.»

«Klar hättest du gerne immer mehr Fortschritt, aber wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung. Leider machen das alle Anderen auch, wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns, in den üblichen Bereichen. Der Motor ist nicht auf jenem Niveau, das sich Ferrari gewünscht hatte, aber da sind den Italienern bei der Entwicklung wegen des Reglements ein wenig die Hände gebunden. Unsere Seite ist die Aerodynamik, da liegt es an uns, Fortschritte zu machen.»

Kimi: «Das Ergebnis in Mugello war gut, aber ich weiss, dass wir mit einem intaken Renner mehr hätten herausholen können.»

Kimi Räikkönen geht in Russland nach gewissen Rechnungen in sein 326. GP-Wochenende (die Statistiker streiten sich über eine einheitliche Zahl), das wären gleich viele wie Rekordhalter Rubens Barrichello. Kimi: «Das bringt mir nichts, jeder Rekord ist dazu da, eines Tages gebrochen zu werden. Vielleicht schaue ich eines Tages zurück und freue mich darüber, aber heute ist Sotschi 2020 für mich ein Rennen wie jedes andere.»

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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