Sebastian Vettel über Unfairness: FIA ist gefordert

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Ferrari-Star Sebastian Vettel sprach nach dem tubulenten Mugello-GP über einen unfairen Vorteil für die Hälfte des Feldes. Aber gibt es für dieses chronische Problem in der Formel 1 überhaupt eine Lösung?

Nach der Zieldurchfahrt des unfallreichen Grossen Preises der Toskana in Mugello erklärte der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel: «Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals so viele Starts an einem Tag gemacht zu haben, normalerweise ist es einer. Ich muss sagen – ich bin kein grosser Fan dieser Regel dieser stehenden Re-Starts, denn wenn du auf der richtigen Seite der Strecke stehst, ist das ein Riesenvorteil.»

Der 53fache GP-Sieger weiter: «Wenn du hingegen auf der dreckigen Seite der Piste stehst – und das hatten wir schon in Monza erlebt – da sind bereits nach wenigen Rennrunden viele Gummikügelchen auf der Bahn. Das ist für mich nicht fair. Ich denke, wir sollten uns darauf fokussieren, Autos zu bauen, die überholen können, und nicht eine Lotterie veranstalten.»

Vettel hat hier ein Problem angesprochen, das es in der Königsklasse seit Jahren gibt – die gute und die weniger gute Seite der Strecke. Aber gibt es hier überhaupt eine Lösung? In Mugello wurde die Piste in der Rennpause gesäubert, aber reicht das einfach nicht? Vettel in Sotschi auf die Frage von SPEEDWEEK.com: «Also ich erkenne eine intensivere Reinigung als die einzige Lösung, ich weiss nicht, was wir darüber hinaus machen könnten.»

«Zum normalen Start des Rennens wird meist darauf geachtet, dass die Piste sauber ist. Aber wenn beispielsweise zur Rennmitte unterbrochen werden muss, dann liegt natürlich auf einer Seite der Bahn ganz viel Reifenabrieb. Und je nachdem, von welcher Seite du losfahren musst, bist du gleich mal im Nachteil. Das habe ich gemeint, als ich von Unfairness sprach.»

«Wir müssen uns das anschauen. Wenn eine bessere Reinigung das Problem aus der Welt schafft, dann müssen wir das unbedingt machen. Mir ist alles recht, was unternommen wird, um allen Fahrern die gleichen Chancen zu geben.»

Toskana-GP 2020, Mugello

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:31:55,955h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +4,942 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +7,910
4. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +10,476
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +15,638
6. Lando Norris (GB), McLaren, +18,931
7. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +21,751
9. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +27,785
8. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +29,247
10. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +29,595
11. George Russell (GB), Williams, +31,894
12. Romain Grosjean (F), Haas, +40,707
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Reifenschaden/Unfall   
Esteban Ocon (F), Renault, Bremsen
Nicholas Latifi (CDN), Williams, Crash
Kevin Magnussen (DK), Haas, Crash
Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash
Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Crash
Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Crash

WM-Stand Fahrer nach 9 von 17 Rennen

1. Hamilton 190 Punkte
2. Bottas 135
3. Verstappen 110
4. Norris 65
5. Albon 63
6. Stroll 57
7. Ricciardo 53
8. Leclerc 49
9. Pérez 44
10. Gasly 43
11. Sainz 41
12. Ocon 30
13. Vettel 17
14. Kvyat 10
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 325
2. Red Bull Racing 173
3. McLaren 106
4. Racing Point 92
5. Renault 83
6. Ferrari 66
7. AlphaTauri 53
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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