Sergio Pérez: Von seiner Kündigung zufällig erfahren

Von Rob La Salle
Formel 1
Sergio Pérez

Sergio Pérez

​Am 10. September wurde bestätigt: Sebastian Vettel fährt ab 2021 für Aston Martin. Sergio Pérez bestätigt, auf welche skurrile Weise er davon erfahren hat, dass er bei seinem Rennstall nicht mehr erwünscht ist.

Am 10. September war die Katze aus dem Sack: Wenn 2021 aus dem Racing Point-Team der neue Werksrennstall Aston Martin wird, dann sitzen Sebastian Vettel und Lance Stroll am Lenkrad. Sergio Pérez muss gehen, trotz eines Vertrags.

Im Rahmen des Toskana-GP in Mugello erklärte Sergio Pérez zu diesen Vorgängen: «Ich erhielt am Mittwoch einen Anruf von Teambesitzer Lawrence Stroll, dass der Rennstall in eine andere Richtung geht und ich nicht mehr fahren werde. Zuvor war mir nichts gesagt worden, auch wenn ich natürlich seit Wochen von den ganzen Gerüchten wusste.»

Aber ganz genau so hat sich das nicht abgespielt zwischen Pérez und dem kanadischen Unternehmer, denn es gibt einen feinen Unterschied zwischen «zuvor war mir nichts gesagt worden» und etwas zu wissen. Unser Kollege Dieter Rencken von RaceFans hat nämlich herausgefunden: Der Rennfahrer wusste schon vorher, was auf ihn zukommt – er überhörte im Hotel von Monza aus dem Zimmer nebenan ein Gespräch zwischen Stroll und dessen Anwalt; dabei gab der Rennstallbesitzer mit lauter Stimme seinem Rechtsvertreter den Auftrag, Vertragsdokumente für Vettel vorzubereiten. Pérez war damals also nicht offiziell erklärt worden, dass er gehen muss, aber er wusste es.

Sergio Pérez, WM-Siebter der Formel-1-Saisons 2016 und 2017, hat nun gegenüber Sky bestätigt, dass ihm schon vor dem Anruf von Stroll klar war, was passieren würde. «Ja, diese Geschichte stimmt», sagt er über die zufällige Mithöraktion von Monza. «Ich habe am Renntag von Monza erfahren, dass ich nicht bleiben würde. Ich hätte mir vom Team ein wenig mehr Transparenz erhofft. Aber ich trage Teamchef Otmar Szafnauer und Rennstallbesitzer Lawrence Stroll nichts nach, ich wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.»

Pérez steht in Verhandlungen mit mehreren Teams, er besitzt gute Chancen, bei Haas unterzukommen. Haas-Teamchef Günther Steiner: «Mit Sergio Pérez habe ich schon ein paar Mal gesprochen, wir haben ein gutes Verhältnis, ich respektiere ihn sehr. Es wäre jammerschade, würde die Formel 1 ein solches Talent verlieren.»

Russland-GP, Sotschi

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 1:34:07,868 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +7,729 sec
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +22,729
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +30,558
5. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +47,065
6. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1:02,186 min
7. Esteban Ocon (F), Renault, +1:08,006
8. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1:08,740
9. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,669
10. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1:32,995
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
15. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
17. Romain Grosjean (F), Haas, +1 Runde
18. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash

WM-Stand Fahrer nach 10 von 17 Rennen

1. Hamilton 205 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 128
4. Norris 65
5. Albon 64
6. Ricciardo 63
7. Leclerc 57
8. Stroll 57
9. Pérez 56
10. Gasly 45
11. Sainz 41
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 366
2. Red Bull Racing 192
3. McLaren 106
4. Racing Point 104
5. Renault 99
6. Ferrari 74
7. AlphaTauri 59
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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