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Toto Wolff: «Ich wollte keine Senna-Prost-Situation»

​Nach dem siebten Sieg im Konstrukteurs-Pokal in Serie, neuer Rekord, sprach Mercedes-Teamchef Toto Wolff über Gründe des Erfolgs. «Transparanz ist elementar. Ich wollte keine Senna-Prost-Situation.»

Formel 1

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Sieben Siege hintereinander im Konstrukteurs-Pokal, vor Mercedes-Benz hatte das seit 1958 und der Einführung dieser Marken-Weltmeisterschaft kein Formel-1-Rennstall geschafft. In Imola hat Teamchef Toto Wolff über die Gründe gesprochen, wieso seine Mannschaft in der Turbohybrid-Ära der Königsklasse ungeschlagen bleibt.

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Toto Wolff betonte in Imola ein weiteres Mal, wie ihm dabei ein Gespräch mit Alain Prost geholfen hatte. 2018 sagte der Wiener dazu ausführlich: "Auf einmal waren wir 2014 in der Position, dass wir aufgrund unserer Überlegenheit den Titel unter unseren Piloten Nico Rosberg und Lewis Hamilton ausmachen konnten. Mehr denn je wurde klar, dass wir zwei absolute Alpha-Tiere beschäftigten. Beide strebten nach dem gleichen Ziel, es war wie ein Vulkan, der zu rumpeln beginnt, und du weisst – er kann jederzeit ausbrechen."

"Die kleinste Kontroverse wurde aufgebauscht und zu einer Ablenkung, es wurde immer schwieriger, damit umzugehen. Wir sind alle nur Menschen, also spielen Emotionen eine grosse Rolle. Es gibt Zeiten, in welchen du eher zum einem als zum anderen Piloten neigst."

"Ganz wichtig ist für mich das Thema Transparenz. Also nahm ich den vierfachen Weltmeister Alain Prost zur Seite und habe ihn gefragt: ‚Sag, was ging damals eigentlich schief mit dir und Ayrton Senna bei McLaren?’."

"Alain meinte, das grösste Problem sei eine undurchsichtige Teamführung gewesen. Senna und er hätten nie gewusst, was das Management im Schilde führte. Die Piloten seien im Ungewissen gelassen worden, was für oder gegen sie geplant wurde, ob sie gerade Liebkind oder in Ungnade gefallen waren, wie die politischen Ränkespiele abliefen."

"Daher habe ich versucht, bei uns grösstmögliche Transparenz zu erzeugen. Alles wurde offen besprochen, auch wenn die Wahrheit hin und wieder nicht angenehm war, also Dinge gesagt wurden, die du eigentlich nicht hören willst. Das führte freilich dazu, dass wir uns besser kennenlernten, das bildete Vertrauen. Auch Unangenehmes kann dabei helfen, deine Ziele zu erreichen. Manchmal waren wir einer Meinung, manchmal waren wir uns nur darüber einig, dass wir uns nicht einig waren. Aber immerhin konnte jeder seinen Standpunkt darlegen und den Anderen vielleicht besser verstehen. Letztlich haben wir so versucht, die heikle Situation mit Lewis und Nico zu handhaben."

Toto Wolff wollte bei Mercedes-Benz ein anderes Arbeitsumfeld schaffen. Der Österreicher nach dem Imola-GP 2020 gegenüber Sky Sports F1 weiter: "Ich wusste, dass ich es nicht zulassen wollte, wie politische Spiele Überhand nehmen. Politik gegen aussen, gut und schön, aber intern wollte ich das nicht erlauben. Ich strebte vielmehr Transparenz an: Die Leute sollten ehrlich miteinander umgehen, mit dem Finger sollte auf ein Problem gezeigt werden, nicht auf den Menschen dahinter. Ich bin ein grosser Anhänger von Eigenverantwortung. Ich glaube behaupten zu dürfen, dass wir ein Umfeld erzeugt haben, in dem die Leute gerne arbeiten. Wir haben hohe Ansprüche, und das ist gewiss nicht einfach, aber die Menschen sollen sich wohlfühlen können."

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Emilia Romagna-GP, Imola

TV-Programm

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:28:32,430 h

2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +5,783 sec

3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +14,320

4. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +15,141

5. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +19,111

6. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +19,652

7. Carlos Sainz (E), McLaren, +20,230

8. Lando Norris (GB), McLaren, +21,131

9. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +22,224

10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +26,398

11. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +27,135

12. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +28,453

13. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +29,163

14. Romain Grosjean (F), Haas, +32,935

15. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +57,284

Out

George Russell (GB), Williams, Crash

Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, Reifenschaden

Kevin Magnussen (DK), Haas, Aufgabe

Esteban Ocon (F), Renault, Getriebe

Pierre Gasly (F), AlphaTauri, Wasserleck

WM-Stand nach 13 von 17 Rennen

Fahrer

1. Hamilton 282 Punkte

2. Bottas 197

3. Verstappen 162

4. Ricciardo 95

5. Leclerc 85

6. Pérez 82

7. Norris 69

8. Sainz 65

9. Albon 64

10. Gasly 63

11. Stroll 57

12. Ocon 40

13. Kvyat 26

14. Vettel 18

15. Nico Hülkenberg (D) 10

17. Räikkönen 4

16. Giovinazzi 4

18. Grosjean 2

19. Magnussen 1

20. Latifi 0

21. Russell 0

Marken

1. Mercedes 479

2. Red Bull Racing 226

3. Renault 135

4. McLaren 134

5. Racing Point 134

6. Ferrari 103

7. AlphaTauri 89

8. Alfa Romeo 8

9. Haas 3

10. Williams 0

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Fahrer

Team

Punkte

1

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

204

2

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

159

3

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

154

4

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

126

5

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

103

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

92

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

91

8

Isack Hadjar

Oracle Red Bull Racing

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Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

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Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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