Alonso in die WM geworfen: Das Imola-Chaos hilft

Von Andreas Reiners
Fernando Alonso

Fernando Alonso

Fernando Alonso betont immer wieder, wie schwierig es für ihn ist mit nur anderhalb Testtagen vor dem Saisonstart. Chaosrennen wie in Imola helfen dem Spanier aber.

Der erste Punkt seit seinem Comeback in der Formel 1 war hart erkämpft. Zehnter wurde Fernando Alonso beim zweiten Saisonrennen in Imola, da Kimi Räikkönen im Alfa Romeo nachträglich eine Strafe erhielt.

Dabei fing der Tag bescheiden an, als der Spanier mit seinem Alpine-Renner auf dem Weg in die Startaufstellung ins Kiesbett rutschte. Doch der zweimalige Weltmeister kämpfte sich durch ein Rennen, das für ihn als Rückkehrer alles andere als einfach war.

Immer noch Testfahrten

Denn im Grunde absolviert Alonso immer noch Testfahrten. «Wir hatten drei Tage in Bahrain, anderthalb für jeden Fahrer», sagte der Spanier: «Und dann wird man in die WM geworfen. Das ist so, als würde man sich ohne Training auf die Olympischen Spiele vorbereiten. Viele Dinge, die im Rennen passieren, kann man auch nur im Rennen trainieren.»

Doch das Chaos von Imola hat auch geholfen, denn es waren gleich mehrere Rennen in einem. Für Alonso eine steile Lernkurve. «Vom Gefühl her, zwischen Runde eins und 63, habe ich mich zu 300 Prozent wohler gefühlt, was mein Selbstvertrauen im Auto angeht», sagte Alonso.

Es sei so ein Tag gewesen, an dem man dreifache Erfahrung sammle, sagte er: «Von der ersten Runde bis zum Ende hatten wir wechselnde Bedingungen, wechselnde Gripverhältnisse, wir hatten Rote Flaggen, stehende Starts und rollende Starts», sagte er.

«Wir hatten anderthalb Testtage in Bahrain, aber es war das erste Mal in nassen Bedingungen, in feuchten Bedingungen, das erste Mal mit nur einer schmalen Trockenlinie. Es gab viel zu lernen», sagte Alonso.


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