Charles Leclerc (1.): Wieso Ferrari in Baku glänzt

Von Mathias Brunner
Ferrari tritt in Baku stark auf

Ferrari tritt in Baku stark auf

Die Pole-Position von Charles Leclerc in Baku ist eine besondere Genugtuung: Denn hier erlebte er 2019 einen schwarzen Moment, «zudem beweist die Bestzeit, dass es bei Ferrari aufwärts geht».

Tagelang hatten Charles Leclerc und Carlos Sainz immer und immer wieder betont: «Wir werden in Baku kaum so konkurrenzfähig sein wie in Monte Carlo, mit etwas Glück können wir McLaren gefährden, aber mehr wird nicht drin sein.» Nun hat der Monegasse Charles Leclerc seine neunte Pole-Position in der Formel 1 errungen, die zweite in Folge nach Monte Carlo, seine erste in Baku. Für Ferrari ist es die 230. Pole-Position in der Königsklasse.

Leclerc ist baff: «Ganz ehrlich – das hätte ich nie und nimmer erwartet! Okay, die freien Trainings waren sehr gut verlaufen, viel besser als ich es mir ausgemalt hatte. Aber ich erwartete immer, dass die Anderen dann in der Quali ein paar Holzscheite nachlegen und wir zurückfallen würden. Doch das ist nicht passiert.»

Warum ist Ferrari hier so viel stärker als es Leclerc und Sainz erwartet hatten? Charles weiter: «Grundsätzlich habe ich dafür keine Erklärung. Aber ich habe den Verdacht, dass einige Faktoren zusammengekommen sind und uns in die Hände gespielt haben. Zunächst einmal machen wir mit dem Wagen ständig Fortschritte, und selbst wenn diese Schritte oft klein sind, so machen sie in der Summe doch einen Unterschied aus.»

«Und dann hatte ich in der Quali auch das Glück, von Lewis Hamilton einen prachtvollen Windschatten spendiert zu bekommen. Das war eine enorme Hilfe.»

Ferrari also auf den Startplätzen 1 und 5 – was bedeutet dies für den Grossen Preis von Aserbaidschan? Charles weiter: «Wir bleiben realistisch. Es wird ein hartes Stück Arbeit, im Rennen Verstappen und Hamilton hinter mir zu halten. Denn im Dauerlauf waren wir einfach nicht so schnell wie Red Bull Racing und Mercedes. Und im Gegensatz zu Monaco werden sie hier die Möglichkeit haben, den Leader zu überholen.»

Für Charles Leclerc ist die Pole eine persönliche Genugtuung: Hier hatte er vor zwei Jahren den Speed, um die schnellste Zeit zu fahren, dann zerlegte er in der Quali seinen Wagen am Eingang zur Altstadt und musste mit Startplatz 9 vorlieb nehmen. Im Rennen wurde er Fünfter.

Abschlusstraining Baku

01. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:41,218
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:41,450
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:41,563
04. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:41,565
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:41,576
06. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:41,747 *
07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:41,917
08. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:42,211
09. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:42,327
10. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:42,659
11. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:42,224
12. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:42,273
13. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:42,558
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:42,587
15. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:42,758
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:43,128
17. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:44,158
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:44,238
19. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, ohne Zeit (Unfall)
20. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, ohne Zeit (Unfall)
* Nach der Qualifikation wegen eines Vergehens unter roter Flagge bestraft: Drei Ränge zurück. Norris wird am Sonntag von Startplatz 9 losfahren

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