Christian Horner zu GP-Motoren: Bitte keine Formel E

Von Mathias Brunner
Hinter den Kulissen gehen die Gespräche darüber weiter, wie die Formel-1-Motoren ab 2025 aussehen sollen. Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner warnt vor einem gefährlichen Holzweg.

Wie sollen die Formel-1-Motoren der Zukunft aussehen? Noch steht weder die genaue Architektur fest, noch die Zeit der Einführung. Angedacht ist 2025, die neuen Antriebseinheiten könnten aber auch erst 2026 kommen.

Fest steht: Das Turbohybrid-Prinzip bleibt, eine Rückkehr zu hoch drehenden, herrliche kreischenden V8- oder V10-Saugmotoren wird es nicht geben. Aber Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner betont, dass man bei der Diskussion um die Zukunft der Motoren in der Königsklasse an den Fan denken müsse.

Der Engländer sagt in einer Videokonferent nach dem Grossen Preis von Österreich: «Die heutigen Motoren sind zu teuer und machen zu wenig Krawall. Wir haben nun die Chance, Fehler zu korrigieren, die vor zehn Jahren begangen worden sind.»

«Ganz wichtig: Wir müssen immer im Hinterkopf behalten, dass Rennsport doch Emotionen auslösen soll, und dazu gehört eben ein zünftiger Sound. Natürlich müssen wir den Gedanken der Nachhaltigkeit behalten. Aber die Formel 1 muss unterhalten, und dazu gehört ein kerniges Motorgeräusch, sonst können wir gleich Formel E machen.»

Eine Möglichkeit, um den Sound zu verbessern: den elektrischen Generator am Turbolader weglassen, die so genannte MGU-H (motor generator unit heat). Er würgt einen satteren Sound ab. Ein anderer Lösungsweg besteht darin, die Drehzahl zu erhöhen und mehr Benzindurchfluss zu gestatten.

Horner: «Ich hoffe, wir finden alle gemeinsam einen Weg zu tollen Triebwerken für 2025, noch besser wäre 2026. Bislang ist der Dialog aller Beteiligten überaus konstruktiv. Wir müssen für die Zukunft der Formel 1 in Sachen Kosten und Attraktivität den richtigen Kompromiss finden – zum Wohle des Sports.»

 

Österreich-GP, Spielberg

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:23:55,147h
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +17,973 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +20,019
04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 46,452
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 57,144
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 57,915
07. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:00,395 min
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:01,195
09. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:01,844
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde*
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
17. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde*
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
Out
Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
* Kollision und out, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet

WM-Stand nach 9 von 23 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 182 Punkte
2. Hamilton 150
3. Pérez 104
4. Norris 101
5. Bottas 92
6. Leclerc 62
7. Sainz 60
9. Ricciardo 40
8. Gasly 39
10. Vettel 30
11. Alonso 20
12. Stroll 14
13. Ocon 12
14. Tsunoda 9
15. Räikkönen 1
16. Giovinazzi 1
17. Russell 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Teams
1. Red Bull Racing 286
2. Mercedes 242
3. McLaren 141
4. Ferrari 122
5. AlphaTauri 48
6. Aston Martin 44
7. Alpine 32
8. Alfa Romeo 2
9. Williams 0
10. Haas 0


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