Damon Hill: «Lewis Hamilton ist gerne der Jäger»

Von Mathias Brunner
Damon Hill

Damon Hill

Formel-1-Weltmeister Damon Hill ist argwöhnisch, was die WM-Chancen seines englischen Landsmannes Lewis Hamilton angeht: «Lewis ist gerne der Jäger, aber ihm bleiben nicht mehr viele Gelegenheiten.»

Generelle Stimmung am Abend des 21. November im Fahrerlager des Losail International Circuit: Lewis Hamilton und Mercedes haben nach zwei überzeugenden Siegen in Folge Rückenwind und – trotz acht Punkten Rückstand auf Max Verstappen – ausgezeichnete Chancen auf die erfolgreiche Titelverteidigung.

Damon Hill braucht niemand zu erklären, wie nervenzerfetzend ein WM-Duell sein kann. Sein Gegner hiess Mitte der 1990er Jahre Michael Schumacher. Im Podcast F1 Nation sagt der 61-jährige Hill: «Lewis ist gerne der Jäger, aber ihm bleiben nicht mehr viele Gelegenheiten. Rein theoretisch kann Max Verstappen schon in Saudi-Arabien den Titel holen, je nach Rennverlauf.»

Etwa dann, wenn Max in Dschidda gewinnen sollte und Lewis nur Sechster würde, sich schlechter platzierte oder gar nicht ins Ziel käme. Der 22-fache GP-Sieger Damon Hill weiter: «Aber wann kommt ein Hamilton schon als Sechster ins Ziel?»

Kurz nachgeblättert: Rang 7 in Monaco, Rang 5 in der Türkei, Rang 15 in Baku (nach seinem monumentalen Verbremser kurz vor Schluss), dazu Vierter in Österreich. Sonst stand Hamilton immer auf dem Podest – einmal als Dritter (Belgien), sieben Mal als Zweiter (Imola, Frankreich, Steiermark, Ungarn, Niederlande, USA, Mexiko), sieben Mal als Sieger (Bahrain, Portugal, Spanien, England, Russland, Sao Paulo, Katar). In Monza landeten die beiden WM-Favoriten neben der Bahn.

Damon Hill: «In Brasilien und Katar war Mercedes deutlich im Vorteil, und wir dürfen nicht vergessen, dass der frische Motor von Brasilien für Saudi-Arabien wieder ins Auto kommt. Aber wir sind in einer kritischen Phase dieser WM, in welcher gelten könnte – wenn jetzt einem der beiden Hauptdarsteller etwas passiert, dann ist der Titelkampf entschieden.»

«Ich bin überzeugt, Lewis Hamilton ist das sehr bewusst. Er hat in Katar gewonnen, aber er war nach dem Sieg nicht überschwänglich. Er war cool wie Max Verstappen. Die Spannung ist so intensiv, sie ist fast zum Anfassen. Beide sind ihrem grossen Ziel verlockend nahe. Und keiner kann sagen, was beim nächsten Rennen passiert.»

Katar-GP, Losail

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:24:29,908 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +25,743 sec
03. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +59,457
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:02,306 min
05. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:20,570
06. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:21,274
07. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:21,911
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +1:23,126
09. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, + 1 Runde
17. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +2 Runden
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
Out
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12

WM-Stand nach 20 von 22 Rennen

Fahrer
1. Verstappen 351.5 Punkte
2. Hamilton 343.5 Punkte
3. Bottas 203
4. Pérez 190
5. Norris 153
6. Leclerc 152
7. Sainz 145.5
8. Ricciardo 105
9. Gasly 92
10. Alonso 77
11. Ocon 60
12. Vettel 43
13. Stroll 34
14. Tsunoda 20
15. Russell 16
16. Räikkönen 10
17. Latifi 7
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Kubica 0
21. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 546.5
2. Red Bull Racing 541.5
3. Ferrari 297.5
4. McLaren 258
5. Alpine 137
6. AlphaTauri 112
7. Aston Martin 77
8. Williams 23
9. Alfa Romeo 11
10. Haas 0

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