Jolyon Palmer über Ferrari: «Katastrophaler Fehler»
Die Ferrari-Strategen ernteten nach dem Formel-1-Rennen auf dem Hungaroring viel Kritik. Auch der frühere GP-Pilot Jolyon Palmer geht mit den Entscheidungsträgern der Scuderia hart ins Gericht.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Dass Ferrari-Star Charles Leclerc im Ungarn-GP hinter Max Verstappen und Sergio Pérez als Sechster ins Ziel kommen würde, hätte vor dem Rennen kaum einer gedacht. Denn der Monegasse nahm den 13. WM-Lauf des Jahres von Startplatz 3 in Angriff, während die beiden Red Bull Racing-Piloten von den Plätzen 10 und 11 losfahren mussten.
Werbung
Werbung
Doch im Rennen traf Ferrari nach 39 Runden auf den Medium-Reifen die falsche Strategie-Entscheidung, den 24-Jährigen auf der harten Mischung auf die Strecke zu schicken. Und weil diese nicht wie gewünscht funktionierte – was absehbar war – wechselte der Rennfahrer aus Monte Carlo nach nur 15 Umläufen auf die weiche Mischung, auf der er den letzten Stint absolvierte. Das warf Leclerc so weit zurück, dass er sich schliesslich mit dem sechsten Platz begnügen musste. Verstappen gewann das Rennen vor Lewis Hamilton und George Russell. Leclercs Teamkollege Carlos Sainz kam als Vierter vor Pérez ins Ziel. Kein Wunder, musste sich der Rennstall aus Maranello hinterher viel Kritik anhören.
Auch der frühere GP-Pilot Jolyon Palmer erklärt in seiner Analyse auf "Formula1.com": "Ferrari kann seiner Strategie die Schuld dafür geben, dass es in Budapest nicht zu besseren Ergebnissen als einem vierten und einem sechsten Platz gereicht hat. Es war klar, dass die harten Reifen von allen, die nicht auf einer 1-Stopp-Strategie unterwegs waren, vermieden werden sollten – und selbst dann war es nicht die optimale Wahl."
Werbung
Werbung
"Es war logisch, dass Ferrari dieses Mal Leclerc an die Box holte. Sie wollten die Führung im Rennen vor Verstappens Undercut-Versuch schützen und mussten den Regeln entsprechend entweder den weichen oder den harten Reifen verwenden. Zu diesem Zeitpunkt an die Box zu fahren, bedeutete, den harten Reifen zu montieren, was letztlich ein katastrophaler Fehler war", fügt der Brite an.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
"Hätte Leclerc seine Position aufgegeben und sich für die Strategie von Sainz oder Hamilton entschieden, die spät auf die weichen Reifen wechselten, hätte er das Rennen wahrscheinlich gewonnen oder zumindest um den Sieg gekämpft", ist sich Palmer sicher. Er betont: "Es war eine weitere Chance auf den Rennsieg, die dem Monegassen entgangen ist, und ich bin sicher, dass er vor der Sommerpause nach einer Erklärung gesucht hat."
"Wenn die Strategie einfach ist, kann Ferrari damit umgehen, aber in einer dynamischen Rennsituation wie im Ungarn-GP war, scheinen sie Probleme zu haben und Punkte an Red Bull Racing und Mercedes zu verlieren", kommt der ehemalige GP-Pilot zum Schluss. Ungarn-GP, Hungaroring
Werbung
Werbung
01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:39:36,533 h 02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,834 sec 03. George Russell (GB), Mercedes, +12,337 04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +14,579 05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +15,688 06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +16,047 07. Lando Norris (GB), McLaren, +1:18,300 min 08. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde 09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde 10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1 Runde 11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde 12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde 13. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde 14. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde 15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde 16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde 17. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde 18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde 19. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +2 Runden Out Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor WM-Stand (nach 13 von 22 Rennen) Fahrer 01. Verstappen 258 Punkte 02. Leclerc 178 03. Pérez 173 04. Russell 158 05. Sainz 156 06. Hamilton 146 07. Norris 76 08. Ocon 58 09. Bottas 46 10. Alonso 41 11. Magnussen 22 12. Ricciardo 19 13. Gasly 16 14. Vettel 16 15. Schumacher 12 16. Tsunoda 11 17. Zhou 5 18. Stroll 4 19. Albon 3 20. Latifi 0 21. Nico Hülkenberg (D) 0 Konstrukteurspokal 01. Red Bull Racing 431 Punkte 02. Ferrari 334 03. Mercedes 304 04. Alpine 99 05. McLaren 95 06. Alfa Romeo 51 07. Haas 34 08. AlphaTauri 27 09. Aston Martin 20 10. Williams 3
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.