Daniil Kvyat: «Nur Weicheier meiden Randsteine»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Daniil Kvyat brettert über die Randsteine

Daniil Kvyat brettert über die Randsteine

​Die Kerbs am Red Bull Ring dürften auch nach dem Grand Prix ein heisses Thema bleiben. Toro-Rosso-Fahrer Daniil Kvyat sagt trotz Unfalls: «Nur Weicheier meiden Randsteine.»

Anhaltend fordern einige Formel-1-Piloten, dass an den Randsteinen des Red Bull Rings gearbeitet werden müsse – weil das ständige Überfahren der Kerbs zu Beschädigungen der Rennwagen geführt hat.

Daniil Kvyat, der seinen Toro Rosso nach einem Ritt über die Randsteine samt Aufhängungsdefekt geschrottet hat, ist der Überzeugung, dass wahre Racer immer über die Kerbs brettern, Gefahr hin oder her: «Gerade in einem Qualifying gehen alle Piloten volles Risiko ein und fahren ständig über die Randsteine», sagt der junge Russe. «Aber gleichzeitig könnte ich jetzt nicht behaupten, dass ich in den freien Trainings anders gefahren wäre.»

«Was wirklich gefährlich ist: Nach einem Defekt wie an meinem Wagen bist du nur noch Passagier und das bei 220 Sachen. Wenn ich mir richtig erinnere, lag an einigen Stellen ausgangs der Kurven früher hier Kunstrasen. Wenn du von der Ideallinie abgekommen bist, hast du dich auf diesem Grün wiedergefunden, schneller bist du dadurch nicht geworden. Aber es gab keine Aufhängungsbrüche.»

«Wenn du Aufhängungsschäden an drei verschiedenen Rennwagen hast, dann finde ich schon – man muss sich das für kommendes Jahr nochmals in Ruhe anschauen.»

«Aber die Leute müssen auch wissen: Wir sind Racer. Wenn man uns Auslaufzonen gibt, dann werden wir auf der Suche nach der schnellsten Runde den schnellsten Weg suchen, auch wenn der neben der Bahn ist. Auch wenn das über die Randsteine ist. Nur Weicheier meiden die Randsteine.»

«Ich finde es auch irritierend, dass mit zwei verschiedenen Ellen gemessen wird. In einigen Kurven werden wir dazu angehalten, auch ja auf der eigentlichen Strecke zu bleiben. An anderen Stellen des Kurses scheint das kein Thema zu sein. Letztlich sage ich: Nehmt die Randsteine wieder weg, dann hat sich das Problem erledigt.»

Ähnlicher Meinung war schon Formel-1-Champion Lewis Hamilton. Der Brite hatte in seiner Medienrunde gesagt: «Ich bin ein Fan der Kurse von altem Schrot und Korn. Daher sage ich: Lasst uns halt neben dem Asphalt nicht solche Rumpelstreifen oder Randsteine machen, sondern richtiges Gras. So wie früher. Wenn du von der Ideallinie kommst, dann kann Gras dem Wagen nichts anhaben. Aber als Fahrer weisst du ganz genau, dass die Zeit verlieren würdest, wenn du in die Botanik fährst, also würdest du es nicht machen. So einfach wäre das.»

Toro Rosso hat die Regelhüter um den Einsatz eines anderen Chassis ersucht. Das würde für den Russen bedeuten: Start aus der Boxengasse.

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