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Marcel Sebastian überlegt: «2026 mit A-Lizenz?»

Von Rudi Hagen
Bahnpokalsieger Marcel Sebastian bei einer Fahrervorsrtellung mit Töchterchen Mathilda

Bahnpokalsieger Marcel Sebastian bei einer Fahrervorsrtellung mit Töchterchen Mathilda

Marcel Sebastian vom DMSC Bielefeld gewann kürzlich in Bad Hersfeld den Bahnpokal. Der 35-jährige Westfale aus Bünde beratschlagt mit seinem Team, ob er für 2026 eine A-Lizenz nehmen soll.

Marcel Sebastian überlegt nach seinem Bahnpokalsieg in Bad Hersfeld, ob er im kommenden Jahr mit einer A-Lizenz des DMSB in der Internationalen Lizenzklasse starten sollte. Das entscheidet er aber nicht alleine, sondern im Team, wie er am Rande der Grasbahn-EM in Eenrum (NL) im Gespräch mit SPEEDWEEK.com gestand. «Wir sind am Überlegen, was geht. Aber die Priorität liegt bei der Familie. Die Lust hätte ich schon, das Vermögen auch und auch das Finanzielle stimmt.»

Schon 2017 gewann Sebastian den Bahnpokal und war in der darauf folgenden Saison bei den Internationalen unterwegs. Aber das klappte dann nicht wirklich. Nachdem er eine Familie gegründet und sich im Garten- und Landschaftsbau selbstständig gemacht hatte, verlagerten sich seine Schwerpunkte und er kehrte mit einer B-Lizenz in die nationale Klasse zurück.

Mittlerweile führt der 35-Jährige seinen Betrieb als Kleingewerbe und ist sozusagen im Haupterwerb in einer Straßenbaumeisterei als Polier unterwegs. Und seine Partnerin Nadine und er sind glückliche Eltern der kleinen Mathilda, die bei den Fahrervorstellungen meist auf dem Bike des Vaters mitfahren darf.

Stemmen könnte Sebastian eine Saison in der Internationalen Lizenzklasse, wie er sagt. «Teuer genug ist es ja, aber die Differenz zwischen B- und A-Lizenz ist in dieser Hinsicht nicht mehr so groß. Das Teuerste an unserem Sport ist der Motor. Da bin ich bei Friedhelm Großewächter aus Spenge in den besten Händen. Seine Motoren sind leistungsfähig und haltbar, das macht schon mal 70 Prozent der Miete aus.»

Aber Marcel Sebastian kann sich auch vorstellen, weiter mit einer B-Lizenz zu fahren und bei Bedarf bei den Internationalen auszuhelfen. «Ich versuche jedem Veranstalter zu helfen, wenn einer im A-Feld fehlt, dann mach ich das auch mit B-Lizenz.» So hat er es sogar bei der Deutschen Langbahnmeisterschaft in Schwarme gemacht. Und am Ende wurde er Vierter der DM.

In seinem Club, dem DMSC Bielefeld, fühlt sich Sebastian zusammen mit Mechaniker Jan Westermann sehr wohl. «Dort unterstützen sie mich sehr gut, vor allem Michael Junklewitz, der mir bei vielen Fragen hilft und irgendwie so etwas wie mein Manager ist. Mit ihm ist alles sortierter geworden. Aber ich bin auch Mitglied beim MSC Melsungen. die tun auch was für mich.»

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