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Eenrum (NL): So starten «unsere Jungs» ins EM-Finale

Von Rudi Hagen
Stephan Katt (42) hofft in Eenrum auf eine gute Platzierung

Stephan Katt (42) hofft in Eenrum auf eine gute Platzierung

An diesem Sonntag findet das Finale zur Grasbahn-Europameisterschaft 2025 in Eenrum (NL) statt. Mit Stephan Katt, Mario Niedermeier, Fabiian Wachs und Jörg Tebbe sind vier Deutsche dabei. Start ist um 13:30 Uhr.

Das diesjährige EM-Finale auf der schnellen Grasbahn in Eenrum, zirka 17 km nordwestlich von Groningen gelegen, ist außerordentlich stark besetzt. 2024 gewann der Brite Chris Harris den Titel in Tayac (F), vor dem Niederländer Dave Meijerink und Lukas Fienhage vom AC Vechta. Fienhage sowie Langbahn-Weltmeister Martin Smolinski nehmen dieses Jahr nicht an der EM teil, ansonsten liest sich das Teilnehmerfeld in Eenrum wie ein Langbahn-GP. Speedweek.com sah und hörte sich bei den deutschen Final-Teilnehmern im Hinblick auf das Rennen in den Niederlanden um.

Stephan Katt (MSC Schwarme):

«Freitag fahr ich in Nandlstadt, Samstagabend in Hertingen und am Sonntag in Eenrum ist man dann sozusagen durchgewärmt. Ich möchte bei der EM natürlich so weit es geht nach oben fahren. Aber wir müssen auch die Kirche im Dorf lassen, denn das Fahrerfeld ist hammerhart, da kann jeder gut punkten. Ich behaupte mal, dass das Fahrerfeld fast genauso stark wie ein WM-Feld ist, es fehlen nur ein, zwei Piloten aus dem GP. Dafür sind aber andere starke Grasbahnfahrer dabei. Das wird ein megaheißes Rennen werden, glaube ich. Titelkandidaten? Oh, es sind so viele da, die alle erfolgreich sein können. Es kommt auf die jeweilige Tagesform an, auch von mir. 2012, als ich in Eenrum Europameister wurde, hatte man mich auch nicht unbedingt auf dem Zettel. Die Bahn ist megageil. Wenn sie hart und glatt ist, fährt sie sich wie eine Speedwaybahn. Wenn es feucht ist, ist sie unwahrscheinlich griffig. So wie die Wetteraussichten sind, wird sie richtig geil zu fahren sein.»

Mario Niedermeier (MSC Abensberg):

«Meine Hoffnungen sind, in die Top 10 oder besser noch ins Finale zu fahren. Favoriten oder starke Titelanwärter sind meiner Meinung nach Meijerink, Hummel und Harris. Auf der Bahn in Eenrum bin ich noch nicht gefahren. Es soll eine harte, glatte und schnelle Grasbahn sein und so was mag ich. Wir werden sehen, wie es wird.»

Fabian Wachs (MSC Hümmling Werlte):

«In diesem Jahr gehe ich ohne konkrete Ziele in das EM-Finale. Das Fahrerfeld ist diesmal echt stark besetzt und es ist wirklich schwierig einzuschätzen, wo man am Ende landen könnte. Ich gehe mit Spaß ins Rennen, versuche möglichst viele Punkte zu sammeln und dann schauen wir, was am Ende dabei heraus kommt. ⁠Ich bin leider erst einmal in Eenrum gefahren. Dort war es ziemlich anspruchsvoll, da es in der Woche vor dem Rennen viel geregnet hatte, aber von Erzählungen her soll mir die Bahn im normalen Zustand sehr liegen. Favoriten? Ziemlich schwer zu sagen, aber meine Top 3 wären Dave Meijerink, Chris Harris und Andrew Appleton.

Jörg Tebbe (MSC Dohren):

Der Dohrener hatte zuletzt Pech mit der Technik. Bei der DM in Schwarme und beim Rennen in Bad Hersfeld machte ihm ein abgelöster Methanolschlauch schwer zu schaffen. Ein weiterer schleichender Defekt zerstörte Tebbes Hoffnung auf eine bessere Platzierung anderntags beim Grasbahnmeeting im Rasteder Schlosspark das Rennen. Am heutigen Freitag in Nandlstadt hofft das Team Tebbe Racing auf ein Ende der Pechsträhne und eine erfolgreiche Generalprobe für das EM-Finale in Eenrum.

Line-up Grasbahn-EM-Finale Eenrum (NL):

1 Anthony Chauffour (F)
2 Chris Harris (GB)
3 Stephan Katt (D)
4 Mathias Tresarrieu (F)
5 Kenneth Kruse Hansen (DK)
6 Jacob Bukhave (DK)
7 Mickie Simpson (GB)
8 Mika Meijer (NL)
9 Patrick Kruse (DK)
10 Zach Wajtknecht (GB)
11 Mario Niedermeier (D)
12 Jörg Tebbe (D)
13 Dave Meijerink (NL)
14 Romano Hummel (NL)
15 Glenn Moi (N)
16 Andrew Appleton (GB)
17 Fabian Wachs (D)
18 Tino Bouin (F)
19 Res. 1 Mark Beihuizen (NL)
20 Res. 2 Kevin Glorie (NL)

Line-up Seitenwagen:

Jerome Lespinasse/Jonathan Bertrand (F)
Mitch Godden/Paul Smith (GB)
Wilfred Detz/Bridget Portijk (NL)
Guillaume Comblon/Baptiste Comblon (F)
Kenny van Eeckhout/Axelle Cannaerts (B)
Mike Frederiksen/Steven Grandt (DK)
Remi Valladon/Lauryna Faget (F)
Markus Brandhofer/Sandra Mollema (D/NL)

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