Oschersleben: Folger, Bradl und Cortese legen los

Von Esther Babel
IDM

Eine Honda, eine Kawasaki und eine Yamaha. Dazu drei ehemalige WM-Piloten, zwei davon aus der MotoGP, und fertig ist ein flotter Ausflug. Dazu noch Marc Moser, Maximilian Weihe und EWC-Weltmeister Nigon.

«Traumwetter», so startete IDM-Spezialist Eddie Mielke seine kurze Live-Begrüßung via Facebook am Mittwochmorgen. Mit seinem Mikro und den Kameras von Radio Viktoria begleitet er heute in der Motorsport Arena Oschersleben den Track Day des Teams Bonovo action by MGM Racing. Das Team um Jürgen Röder und Techniker Michael Galinski ist in voller Mannschafsstärke angetreten. Um 9 Uhr am Mittwochfrüh machten sich die Superbike-Piloten Jonas Folger, Maximilian Weihe und Marc Moser bei strahlendem Sonnenschein frisch ans Werk. Für das IDM-Trio ist es bereits der zweite Test in Oschersleben.

Doch alleine sind sie nicht. Ein paar Boxen weiter schwingt sich Stefan Bradl auf eine Honda Fireblade aus dem Hause Holzhauer. Sonst wird das Superbike von Julian Puffe und Alessandro Polita bewegt, doch heute ist mal der ehemalige Weltmeister dran, dass neue Modell auszuführen. «Mir geht’s hervorragend», meint Bradl mit Fingerzeig in Richtung seiner zwei Motorräder. «Die Sonne scheint und wir sind perfekt vorbereitet, um Moped fahren zu dürfen und einfach ein bisschen Spaß zu haben. Es ist schon auch für mich etwas besonders, mal wieder professionell Rennsport zu betreiben und ich freu mich, wenn es gleich losgeht.» 15 Jahre ist es her, dass Bradl zuletzt in Oschersleben unterwegs war. «Das habe ich erst gestern Abend realisiert. Jetzt merkt man, dass man alt wird.»

Ganz in Grün ist das Team Kawasaki Weber Motos dabei. Neben ihrem IDM-Superbike-Piloten Erwan Nigon, der sich aktuell auch Langstrecken-Weltmeister nennen darf, hat sich Teamchef Emil Weber gemeinsam mit Kurt Stückle noch mächtig ins Zeug gelegt und ein weiteres Superbike für Sandro Cortese aufgebaut. «Ich bin beeindruckt und habe Respekt vor seiner großen Karriere», erklärt Erwan Nigon in Richtung seines Teilzeit-Kollegen Cortese. «Wir sind sogar mal zusammen in einem Team gefahren. Im Grand Prix, so um das Jahr 2015 herum.»

Cortese war mit professioneller Unterstützung nach Oschersleben gekommen. Für den Track Day hatte er sich die Dienste von Data Recording Spezialist Patrick Unger gesichert, der schon im WM-Team von Aki Ajo zahlreiche Erfolge feiern konnte. Für Cortese ist der Tag in Oschersleben nicht nur zum Spaßhaben gedacht. Denn auch er war zuletzt mit einer 125er dort unterwegs und wenn alles nach Plan läuft, möchte er im nächsten Jahr an gleicher Stelle bei der Superbike-WM am Start sein. Das Auffrischen der Strecken-Kenntnisse ist daher kein Fehler. «Ich freue mich», meint er, «die Strecke mit einem Superbike kennenzulernen. Das ist ja doch was komplett anderes als 2004 mit der 125er. Ich will das auch als Training nutzen. Ich fahr in zehn Tagen wieder in Jerez. Das ist jetzt eine perfekte Vorbereitung, wieder ins Renngeschehen einzugreifen.»

Auch einige Zuschauer tummeln sich in den Boxen. Zuschauer an sich sind bei Veranstaltungen dieser Art nicht erlaubt, auch die vier anstehenden IDM-Rennen müssen ohne Zuschauer auskommen. Doch der Track Day wurde für Fans auch von Reiseveranstalter Bonovo als Bus-Tour von Berlin aus angeboten, Currywurst und Pommes inklusive, und jeder der Gäste ist namentlich bekannt. Da alle Boxen vorne und hinten geöffnet sind, ist laut Streckenbetreiber, so die Erklärung von Eddie Mielke, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz keine Pflicht. Allerdings gelten auch dort die angesagten Abstandsregeln. «Dafür ist dann jeder selber verantwortlich», meint ein Teilnehmer.

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