IDM-Interview Teil 1: Geisterrennen und Hygiene-Regel

Von Esther Babel
IDM
Safety First bei der IDM

Safety First bei der IDM

In 14 Tagen geht die auf vier Events verkürzte Saison der IDM los. Der Serienmanager Normann Broy gewährt einen Blick auf die Vorbereitungen, das Hygiene-Konzept und die Erwartungen.

In Assen beginnt Mitte August die kurze, aber intensive Saison der IDM. In den diversen Weltmeisterschaften mussten die Beteiligten im Vorfeld ein umfangreiches Papier mit an die Corona-Lage angepassten Regeln unterzeichnen. Der Maßnahmen-Katalog bei Zuwiderhandlung reicht, wie aktuell im spanischen Jerez passiert, bis zum Ausschluss aus der Serie. Wie das Ganze bei der IDM gehandhabt wird, erklärt der IDM-Serienmanager noch nicht. Aber ein Hygiene-Konzept mit Masken-Pflicht und Abstandsregeln wird es auch bei der IDM geben.

IDM-Manager Normann Broy nimmt zu den offenen Fragen Stellung und klärt einige Hintergründe.

SPEEDWEEK.com: Wie sieht dein normaler Arbeitsalltag aktuell ohne Rennen derzeit aus?

Normann Broy: Mit der Veröffentlichung des neuen Kalenders normalisieren sich die Tagesabläufe und wir sind mit der Vorbereitung und Organisation der IDM-Läufe sehr beschäftigt. Da wir bei der Motor Presse Stuttgart nie die Hoffnung auf eine Saison 2020 aufgegeben haben, hat uns die Ausarbeitung eines neuen Kalenders permanent beschäftigt.

Unlängst wurde das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober fixiert. Wie hat das deine Planung für die IDM-Rennen beeinflusst?

Wir haben intensiv die Situation beobachtet und gingen vorsorglich von IDM-Läufen ohne Zuschauer im Jahr 2020 aus. Dahingehend hat sich also nichts geändert. Lediglich die Hoffnung auf Zuschauer live vor Ort ist aktuell nicht darstellbar. Dies tut uns natürlich für die vielen Fans, die nicht an den Rennstrecken dabei sein können, sehr leid.

Du hast noch zwei Tage am Sachsenring ergattert. Warum Montag und Dienstag?

Weil es keine andere Möglichkeit gab. Wir sind sehr dankbar, am Sachsenring zwei der kostbaren Lärmtage bekommen zu haben. In der Kombination mit dem Termin am Lausitzring ist der logistische Aufwand darstellbar. Dadurch, dass die Strecken nah beieinander liegen, haben wir hier eine IDM-Raceweek. Die Teammitglieder brauchen zwar mehr freie Tage am Stück, müssen dafür aber nur einmal aufbrechen.

In anderen Branchen müssen Veranstalter Hygiene-Konzepte vorlegen. Ist das als IDM-Promoter auch nötig?

Selbstverständlich müssen auch wir als Promoter der Serie den örtlichen Behörden sowie den Rennstreckenbetreibern Hygienekonzepte vorlegen, die wir auf die jeweiligen regionalen Beschränkungen anpassen.

Wie sieht denn so ein mögliches Hygiene-Szenario aus und was kostet der Spaß?

Wir haben strenge Regelungen bezüglich Maskenpflicht, Abstand, Begrenzung der Personenanzahl, Nachverfolgung und werden alle notwendigen Hygieneauflagen einhalten. Es wird zum Beispiel für die Technische Abnahme in diesem Jahr spezielle Ablaufregelungen geben.

Überhaupt die Finanzen. Die IDM wird hauptsächlich durch Zahlungen der Industrie, allen voran den Herstellern, und durch die Nenngelder der Fahrer finanziert. Nenngelder fielen ja bisher keine an. Wie habt ihr euch als Promoter da mit den Herstellern geeinigt?

Die Botschaft ist, dass die IDM unter diesen schwierige Umständen in der Corona-Krise stattfinden kann. Wir können uns auf starke Partner wie die Hersteller BMW Motorrad, KTM, Honda, Kawasaki, Suzuki, Yamaha und den Reifenpartner Pirelli sowie viele andere verlassen, ohne die es diese Meisterschaft nicht geben würde.

Termine 2020

14. - 16. August TT Circuit Assen / Niederlande
07. + 08. September Sachsenring
11. - 13. September Lausitzring
25. - 27. September Hockenheimring

Teil 2 des Interviews mit dem IDM-Serienmanager erscheint am Sonntag den 2. August bei SPEEDWEEK.com.

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