Kevin Sieder – nicht überrascht von Suzuki-Ausstieg

Von Esther Babel
IDM Superbike
Mit dem Team HPC Power Suzuki war Sieder in der IDM Superbike unterwegs. Jetzt steigt der Hersteller aus dem IDM-Sponsor-Pool aus, damit ist auch für alle Suzuki-Teams und Piloten Schicht im Schacht.

Kevin Sieder hat inzwischen auch schon die eine oder andere Erfahrung mit der Corona-Pandemie hinter sich gebracht. Erst letzte Woche musste der Österreicher bei seinem Arbeitgeber zum Corona-Test antreten. «Negativ», lautete dann das erfreuliche Ergebnis. Weniger erfreulich war allerdings zu Beginn letzter Woche die Ankündigung von Hersteller Suzuki, sich im Jahr 2021 nicht mehr bei der IDM und deren Sponsor-Pool engagieren zu wollen.

«Ich habe das schon Mitte des Jahres mitbekommen», beschreibt Sieder die Entwicklung. «Ich finde es natürlich schade, auch für die IDM. Aber ich weiß, dass Suzuki Deutschland und Suzuki Österreich der Budget-Hahn zugedreht wurde. Also ich habe es mehr von Österreich mitbekommen, aber ich habe auch mitbekommen, dass es von Suzuki Deutschland aus mit der IDM nicht mehr so klappen wird. Dass ich überrascht bin, würde ich jetzt nicht sagen. Das war eigentlich abzusehen.»

Die Chancen, für Suzuki in der IDM Superbike weit vorne zu landen, waren auch mit dem neuen Motorrad nicht wirklich gegeben. In den letzten Jahren dominierte BMW das Feld, mit Einsprengseln von Yamaha. Nach Einstieg des Teams Weber Kawasaki wurde der Druck auch von der grünen Seite weiter erhöht und Yamaha schnappte sich in dieser Saison mit dem ehemaligen MotoGP-Piloten Jonas Folger den Titel. «Das Motorrad war nicht schlecht», so Sieders Beziehung zur GSX-R 1000. «Aber auch nicht so wirklich konkurrenzfähig.» Mit dem Team HPC Power Suzuki war Sieder 2020 in der kurzen IDM Superbike-Saison unterwegs.

«Das Team hat keinen schlechten Job gemacht», versichert er, «immer wieder. Aber wir mussten bei jeder Rennstrecke bei Null anfangen, das war mühsam. Wir haben ab und an gute Schritte gemacht, aber nie so, dass wir gegen die anderen Bikes konkurrenzfähig waren. Da war schon irgendwann zu erwarten, dass Suzuki eines Tages sagt, dass sie da keinen Bock mehr drauf haben.»

Für Sieder stellt sich natürlich nun die Frage nach der Zukunft. So manch einer hofft noch auf ein Übergangsjahr, doch weder seitens des Herstellers noch von Seiten des IDM-Promoters gibt es dazu ein offizielles Statement. Mit Suzuki hat Sieder so einiges verbunden. Vor allem die Kontakte und Aktivitäten mit Suzuki Österreich haben das Verhältnis geprägt. «Das war und ist für mich immer noch ein bisschen wie Familie», beschreibt er das Verhältnis. «Die lassen mich auch nicht im Stich und unterstützen mich weiter, zum Beispiel mit einem Trainingsmotorrad, wenn ich eins brauch.» Allerdings lässt sich auf der Basis keine ganze Meisterschaft bestreiten.

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