Nürburgring/Most: Erste Ausfahrten für IDM Sidecar

Von Thorsten Horn
Roscher/Burkard

Roscher/Burkard

Im Gegensatz zu den Solisten der IDM, die sich derzeit bei diversen Renntrainings einklinken können, sind für Sidecar-Teams die Trainingsmöglichkeiten momentan arg beschränkt. Ausflug zur Sidecar-Trophy.

Während die drei Gespann-Paarungen des neu aufgestellten Teams Bonovo action by MGM Racing, Tim Reeves/Kevin Rousseau (GB/F), Bennie Streuer/Ilse de Haas (NL) und Josef Sattler/Jeroen Remme (D/NL) bzw. Ersatz-Co-Pilot Björn Bosch (D), bei eigenen Veranstaltungen bzw. Tests in Oschersleben und Assen bereits auf der Strecke waren, sah es für den Rest eher düster aus. In Oschersleben durften zudem die Schweizer Markus Schlosser/Marcel Fries sowie der deutsche Nachwuchsfahrer Max Zimmermann und sein belgischer Beifahrer Ferry Sergers als Gäste mit trainieren. Zudem organisierte die IGG (Interessengemeinschaft Gespannsport) im Juni zwei Testtage in Oschersleben, die allerdings nicht mit voller Mannschaftstärke genutzt wurden.

Die beiden zuletzt genannten Mannschaften sowie einige weitere nutzten nun Anfang Juli die ersten beiden Rennen von Eckard Rösingers International Sidecar Trophy, um sich ebenfalls einzurollen. Auf dem Nürburgring gewannen Schlosser/Fries souverän vor Peugeot/Peugeot aus Frankreich. Dritte wurden Kees Endeveld/Hendrik Crome (NL/D). Hinter der österreichisch/deutschen Sidecar-Liaison Peter Kimeswenger/Kevin Kölsch wurden Zimmermann/Sergers Fünfte. Allesamt waren mit 600er-Gespannen am Start. Hinzu gesellten sich die aus der IDM bereits bekannten Holländer Kranenburg, Klok und Weekers, die wie Helmut Lingen weiter auf ein 1000er-Aggregat vertrauen.

In Most dominierten dann Mike Roscher/Anna Burkard das Zeittraining, das Sprint- sowie auch das Hauptrennen. «Die Saison war bis jetzt absolute Sch… Wir sind noch gar nicht gefahren. Da kam uns die Sidecar Trophy gerade recht», meinte der gebürtige Sachse an seinem neu lackierten Gespann. Auch er setzt weiter auf die 1000er-Technik und meinte desweiteren: «Uns ging es hier nicht um schnelle Runden, sondern mehr oder weniger um einen Funktionstest.» Dies erklärte den im Hauptrennen zwischenzeitlich drohenden Führungsverlust an Endeveld/Crome. Im Ziel hatten Roscher/Burkard dann doch wieder über elf Sekunden Vorsprung.

Hinter dem Österreicher Michael Grabmüller, der in diesem Jahr wieder deutlich aktiver sein will, und dessen französischen Beifahrer Sebastien Lavorel wurden Franz Kapeller, ebenfalls aus Österreich, und der Deutsche Markus Billich Vierte. Auch sie planen in diesem Jahr den Aufstieg von der Sidecar-Trophy in die IDM.

Ebenfalls am Start war das IDM-Team Königswartha mit Markus Schwegler und dem Tschechen Ondrej Kopecky sowie das Team Schröder Racing. Hier war es schön zu sehen, dass es Peter Schröder nach seinem furchterregenden Crash im vorigen Jahr auf dem Red Bull Ring wieder soweit gut geht. Mit seiner Azubi-Beifahrerin Stephanie Waldvogel war er damals bei der Sidecar-Trophy im Rahmen des Rupert Hollaus Gedächtnis-Rennens am Ende des schnellen Bergaufstücks ungebremst in die Balustraden eingeschlagen und lag lange im Krankenhaus.

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