Michael Bartholemy (VDS): Wie er die Erfolge erklärt

Von Günther Wiesinger
Moto2
Das Marc VDS-Team spielt in der Moto2-WM seit Jahren eine dominierende Rolle. Teamprinzipal Michael Bartholemy betont, am Budget liege es nicht.

Das belgische Marc VDS Racing-Team hat in diesem Jahr schon acht von neun Moto2-Rennen gewonnen; Franco Morbidelli (6) und Alex Márquez (2) halten sich bei WM-Halbzeit auf den WM-Rängen 1 und 3.

Schon 2014 sorgte Marc VDS in der Moto2 für klare Verhältnisse: Tito Rabat und Mika Kallio dominierten, sie sicherten sich in der WM den ersten und zweiten Platz, Rabat gewann 2014 sieben Grand Prix, Kallio 3, insgesamt eroberte das Marc VDS-Duo vor drei Jahren 24 von 48 Podestplätzen.

Bereits 2013 hatte Marc VDS mit Scott Redding (drei GP-Siege) in der Moto2-WM bis zum Finish vor Pol Espargaró geführt.

Aber Marc VDS-Teamprinzipal Michael Bartholemy betont, dass sein Team keineswegs das reichste im Moto2-Feld sei. «Ich verfüge sicher nicht über mehr Budget als drei, vier andere Moto2-Teams», sagt der Belgier. «Ich habe kein unlimitiertes Budget, das gibt es in unserer Branche nicht. Auch wir engagieren manchmal Mechaniker aus Ländern, in denen man mit weniger Lohn einverstanden ist... Ich denke, ich habe das fünftgrößte Budget in der Moto2. Ich bin mir fast sicher, dass das Idemitsu-Team das umfangreichste Budget hat, wenn man sich anschaut, was sie so machen beim Testen, bei den Flugtickets und so weiter. Ich schätze, dass auch Sito Pons mit seinem Paginas Amarillas-Team mit Ausnahme von 2017 immer mehr Geld zur Verfügung hatte als wir. Ich stelle mir vor, dass die Dynavolt-Jungs in ähnliches Budget haben wie wir, vielleicht sogar etwas mehr. Dann gibt es noch das Schweizer Garage Plus-Team. Und dann kommen wir.»

Dazu fällt auf, dass bei Marc VDS sinnvoll in Testfahrten investiert wird und dass in der Moto2-Technikcrew immer wieder Renningenieure aus der MotoGP-Klasse engagiert werden – wie Naoya Kaneko und Peter Benson, die bei den MotoGP-Werksteams von Kawasaki und Repsol-Honda tätig waren.

So holt Marc VDS auch den Fahrern oft das Maximum heraus. Ein Beispiel: Mika Kallio landete bei Marc VDS auf Kalex auf dem zweiten WM-Rang (drei Siege, 6x Zweiter, 1x Dritter). Ein Jahr später ging er auf der Kalex des Italtrans-Teams kläglich unter – er kam 2015 über den 15. WM-Rang (kein Podestplatz, einmal, Vierter, einmal Sechster) nicht hinaus.

Und Marc VDS engagierte für 2016 Franco Morbidelli, als keiner an den Italiener glaubte, man gab Alex Márquez nach zwei schwachen Moto2-Jahren eine dritte Chance, und jetzt gelang mit Moto3-WM-Leader Joan Mir der nächste große Fang für die Moto2-WM 2018.

«Was die Fahrerverpflichtung für die nächste Saison betrifft, musst du schon im März, April richtig Gas geben. Du musst die Fahrer und die Manager jeden Tag dauernd anrufen.»

Die Erfolge von Marc VDS im GP-Sport

Titelgewinne: 1x Moto2 (Rabat 2014)
GP-Siege: 25x Moto2, 1x MotoGP (Miller in Assen 2016)
Podestplätze: 72x Moto2 und 2x MotoGP)
Pole-Positions: 28x Moto2
Schnellste Rennrunden: 23 x Moto2
Total WM-Punkte Moto2: 2460
Total WM-Punkte: 234

Die 15 Moto2-Siege von Marc VDS:
Tito Rabat (10), Franco Morbidelli (6), Mika Kallio (4), Scott Redding (3) und Alex Márquez (2).

 

 

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