Marco Bezzecchi: «Am Limit und Maximum erreicht»

Von Maximilian Wendl
Moto2
In Jerez kehrte Moto2-Titelanwärter Marco Bezzecchi auf das Treppchen zurück. Er kämpfte sich bis auf Platz 2 nach vorn und hofft, dass er in Le Mans den Aufwärtstrend fortsetzen kann. Das Ziel bleibt die MotoGP.

Marco Bezzecchi ging als einer der großen Titelfavoriten in die Saison der Moto2-Klasse. Nach vier Rennen liegt er mit 13 Punkten Rückstand auf dem vierten Platz, doch eines ist ihm beim Rennen in Jerez gelungen: Der Italiener schaffte es auf dem Circuito de Jerez-Angel Nieto zum ersten Mal in diesem Jahr auf das Podest.

Bei der Einfahrt in den Parc fermé fiel eine Last von Schützling der VR46-Academy von Valentino Rossi ab, das war deutlich erkennbar. Er umarmte die Mitglieder des Sky Racing Teams VR46 und freute sich über seinen zweiten Rang. «Ich hatte keinen guten Start, da ich einen Fehler gemacht habe. Dadurch habe ich Positionen verloren», berichtet Bezzecchi, der nach der Vorsaison ein Angebot von Aprilia und somit den Sprung in die Königsklasse abgelehnt hatte.

Er zog es vor, noch ein Jahr länger in der mittleren Klasse zu bleiben. Damals sagte er: «Mir macht das Fahren dort Spaß und ich fühle mich gut. Außerdem gibt mir ein weiteres Jahr auf demselben Bike in demselben Team eine Chance, als Fahrer zu wachsen. Wenn die Ergebnisse entsprechend sind, kommen auch die Möglichkeiten für einen MotoGP-Wechsel.»

Bislang landete er zwei Mal auf dem vierten Platz und einmal auf dem fünften Rang, ehe er sich in Jerez zurückmeldete. Schon im Vorjahr stand er dort als Dritter auf dem Treppchen. «Ich habe mich nach dem Start erholt und mein Tempo gesteigert. Ich war am Limit und habe das Maximum erreicht», glaubt der 22-Jährige aus Rimini.

Mit Blick auf den Frankreich-GP sagt der Italiener, der große Ziele hat: «Wir müssen weiter arbeiten.»

Sein Teamkollege Celestino Vietti hatte dagegen ein schwieriges Wochenende mit einigen Stürzen. Er unterstrich: «Es war kompliziert. Im Vorfeld war ich noch zuversichtlich, aber ich war nicht schnell genug. Nach meinem Unfall im Warm-up hat mein Team einen fantastischen Job abgeliefert.»

Dennoch wurde die Arbeit des Teams nicht belohnt. Obwohl Vietti elf Positionen im Rennen gutmache konnte, landete er als 18. außerhalb der Punkteränge. Bei seiner Aufholjagd profitierte er auch von Stürzen der Rivalen.

Moto2-WM Stand nach 4 von 19 Grand Prix:

1. Gardner 69 Punkte. 2. Lowes 66. 3. Raul Fernandez 63. 4. Bezzecchi 56. 5. Di Giannantonio 52. 6. Roberts 31. 7. Canet 30. 8. Vierge 26. 9. Augusto Fernandez 23. 10. Ogura 20. 11. Schrötter 20. 12. Vietti 13. 13. Navarro 13. 14. Beaubier 12. 15. Bendsneyder 12. 16. Manzi 11. 17. Dixon 9. 18. Garzo 8. 19. Ramirez 6. 20. Dalla Porta 6. 21. Arbolino 5. 22. Arenas 4. 23. Baldassarri 4. 24. Lüthi 1.

Stand Marken-WM nach 4 Rennen:
1. Kalex 100 Punkte. 2. Boscoscuro 36. 3. MV Agusta 4.

Stand Team-WM nach 4 Rennen:
1. Red Bull KTM Ajo 132 Punkte. 2. Elf Marc VDS Racing Team 89. 3. Sky Racing Team VR46 69. 4. Federal Oil Gresini Moto2 52. 5. Italtrans Racing Team 37. 6. Petronas Sprinta Racing 35. 7. Inde Aspar Team 34. 8. Liqui Moly Intact GP 25. 9 Idemitsu Honda Team Asia 20. 10. Flexbox HP40 19. 11. American Racing 18. 12. Pertamina Mandalika SAG Team 13. 13. Speed Up 13. 14. MV Agusta Forward Racing 4.

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